Antonio Fian

Schriftsteller und Librettist.
Antonio Fians Texte leben im ständigen Spannungsverhältnis zwischen Literatur und Wirklichkeit, seine Prosa bemächtigt sich in realistischer Manier der ganz konkreten Ereignisse, um sie unversehens zu Versatzstücken seiner literarisch-satirischen Absichten zu machen; er spielt mit der ganz alltäglichen Sensationsgier seiner potentiellen Leser, wirft ihnen Brocken um Brocken vermeintlicher Tatsachen als Köder hin, um sie schließlich in seinen raffiniert ausgelegten Textschlingen zu fangen und ganz der Fiktion auszusetzen.
Antonio Fian, geb. 1956 in Klagenfurt, aufgewachsen in Spittal/Drau. Matura 1974. Seit 1976 in Wien. Volkswirtschaftsstudium 1980 abgebrochen. Seither freier Schriftsteller.
Publikationen:
Einöde. Außen, Tag - Erzählungen, Droschl 1987
Der Alpenförster - Comics (gemeinsam mit Hansi Linthaler), Eichborn 1987
Schreibtische österreichischer Autoren - Erzählungen (mit Photographien von Nikolaus Korab), Droschl 1987
Es gibt ein Sehen nach dem Blick - Aufsätze, Droschl 1989
Helden, Ich-Erzähler - Erzählungen, Droschl 1990
Schratt - Roman, Droschl 1992
Was bisher geschah - Dramolette, Droschl 1994
Hölle, verlorenes Paradies - Aufsätze, Droschl 1996
Was seither geschah - Dramolette, Droschl 1998
Blöde Kaffern, dunkler Erdteil - Drei Hörspiele (mit Werner Kofler), Sonderzahl 1999
Üble Inhalte in niedrigen Formen - Gedichte, Droschl 2000
Alarm - Dramolette, Droschl 2002
Bis jetzt - Erzählungen, Droschl 2004
Fertige Gedichte - Droschl 2005
Bohrende Fragen – Dramolette, Droschl 2007
Im Schlaf – Erzählungen nach Träumen, Droschl 2009
Man kann nicht alles wissen – Dramolette, Droschl 2011
Mehrere Hörspiele. Darunter Café Promenade – Fian liest Fian, Droschl 2004.
Drehbuch: Lieselotte (Regie: Johannes Fabrick, ORF/ZDF/Arte 1998)
Theateraufführungen:
Peymann oder Der Triumph des Widerstands (Theater im Künstlerhaus, 1990)
Die Büchermacher (Remise, 1990)
Bussi, Kant (Remise, 1994)
Ermittlungen, Ergebnisse (Mozarteum, 1997)
Alarm (dietheater Künstlerhaus, 1999)
Das Phantom von Europa (Volkstheater, 2001, Wiederaufnahme 2002)
Bohrende Fragen (Volkstheater, 2004, Premiere 12. 2. 2004)
Abendfüllend (Theater im Nestroyhof als Produktion des Theaters transit, 2006)
Tod auf dem Mond (Operelle für das sirene Operntheater und das Tiroler Landestheater, 2007)
Hennir (Theater im Nestroyhof Hamakom, 2009)
Preise:
Österreichischer Staatspreis für Kulturpublizistik 1990
Förderungspreis zum Hans Erich Nossack-Preis 1995
Österreichischer Förderungspreis für Literatur 2001
Förderungspreis zum Lessing-Preis für Kritik 2004
Johann Beer-Preis 2009