7 - Die Verwechslung

Gefangene besuchen. | Kein Erbarmen! - 7. Die Gefangenen | Tickets
Text. Helga Utz | Musik. Thomas Desi | Gerhard Grössing gewidmet | Wien Modern
10. / 11. / 12. / 13. November 2020 20.30 Uhr | F23.wir.fabriken, Breitenfurter Strasse 176, 1230 Wien

Durch die Familie läuft der Riss der DDR-Gesellschaft. Der Grossvater wurde einst erschossen, die Mutter ist verschollen - tot oder in den Westen übergelaufen. Der junge Gustav wächst mit seinem ängstlichen Vater, der schon etwas verwirrten Grossmutter und einer Tante auf. Er sehnt sich nach Leben und Freiheit, er kritisiert das Schweigen, das in der Familie herrscht, und vor allem die staatliche Repression. Möglicherweise auch auf Betreiben seiner regimetreuen Tante Ilse wird er als Systemfeind festgenommen. Die Gräben in der Familie reissen weiter auf. Während sein Vater still verzweifelt und Tante Ilse zerrissen zwischen Familie und ihrer Abhängigkeit vom Regime ist, packt die Grossmutter kämpferisch einen Proviantkorb und macht sich auf, um Gustav im Gefängnis zu besuchen und ihn zu befreien. Ihr Besuch ist der Stasi aber verdächtig, Gustav wird beim Verhör gefoltert und landet schwerkrank in der Krankenstation des Gefängnisses. Dort kümmert sich Schwester Pauline um die Häftlinge. Sie vertauscht still die Krankenakte von Gustav mit der des Toten im Bett daneben. Der herzkranke Sohn des Führungskaders Kleinmann hat die Folter nicht überlebt. Als der Gefängnisdirektor nun die falsche Krankenakte liest, erschrickt er - der Sohn Kleinmann muss unbedingt gerettet werden, sein Herz soll im Westen behandelt werden. So wird Gustav, der das Spiel mitspielt, von der Stasi in die Freiheit geschickt - nach Westdeutschland, wo er hofft, seine Mutter wiederzufinden.
Helga Utz schrieb eine raffinierte Verschränkung von unterschiedlichen Wirkungen gutgemeinter Taten und zeichnet dabei ein differenziertes Bild einer restriktiven Gesellschaft, die Opposition mit Gewalt beantwortet.

Mit. Johannes Czernin. Marelize Gerber. Ingrid Haselberger. Gebhard Heegmann. Kari Rakkola. Günther StrahleggerBärbel Strehlau. Katrin Targo
Regie. Kristine Tornquist. Dirigent. François-Pierre Descamps
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Künstlerische Geschäftsführung. Anna Maria Pammer. Produktionsleitung. Beate Schüll
Flöte. Irmgard Messin | Klarinette. Heinz-Peter Linshalm | Violine. Jacobo Hernández Enríquez | Violine. William Overcash | Viola. Francesca Piccioni | Violoncello. Sebestyén Ludmány | Kontrabass. Maximilian Oelz | Kontrabass. Lukas Straka | Orgel. Nora Skuta | Schlagwerk. Christian Jank | Schlagwerk. Rupert Struber

Bühne und Requisite. Markus Liszt. Michael Liszt
Kostüm. Angela Karpouzi. Sarah Maria Grepl
Licht und Technik. Edgar Aichinger. Vladi Tchapanov
Maske. Isabella Gajcic
Korrepetition. Petra Giacalone. Benjamin McQuade
Regieassistenz. Heidelinde Schuster
Bühnenplanung. Cornelius Burkert
Einige Objekte und Bühnenmöbel. Jakob Scheid
Saaleinrichtung und Tribünenbau. Lukas Saller. PlanB
Dramaturgie, Übertitel und Produktionsassistenz. Roberta Cortese
Fotographie. Armin Bardel. Andreas Friess
Videodokumentation. Peter Landsmann. Paul Landsmann. L+L Videoproduktion OG
Wien Modern. Bernhard Günther. Angela Heide. Gerda Saiko. SKYunlimited. Sylvia Marz-Wagner
Abends. Silvia Korner. Sophia Leu. Sofia Magnani. Sascha Miljkovic. Serena Simoncini. Hannah Zauner
F23. Thomas Barcal. Alexander Lugmayr. Gary Maurer. Max Sperger. Erich Sperger
sirene Operntheater. Idee & Produktion. Jury Everhartz. Kristine Tornquist

Thomas Desi: Stimmung