Kein Erbarmen! - 5. Die Kranken

Krank werden wir alle. Früher oder später. Und später wahrscheinlich auch für längere Zeit. Mit viel mehr Besuch, als wir ihn jetzt unseren Kranken abstatten können, dürfen wir aber in Zukunft kaum rechnen. Eher mit weniger. Keine Zeit.
Wir arbeiten zu viel. Zu lange. Und immer mehr. Warum eigentlich? Was ist mit den enormen Effizienzgewinnen durch den technischen Fortschritt? Wo bleibt eigentlich all die gewonnene Zeit und die gesparte Energie? Wollen wir mehr Zeugs oder mehr Zeit? Zum Beispiel um unsere Kranken zu besuchen und zu pflegen.

Film: Anna Nedeljković / Hanna Hartmann. The Happiness Machine | Happiness Machine - Klangforum Wien
Georg Kreisler: Wenn alle das täten

17. Oktober 2020 19:00 Uhr - Das alte Lied
Jeder Gedanke an eine Verkürzung der Wochenarbeitszeit wurde von Unternehmerverbänden schon immer reflexartig als ruinös für Standorte, Wirtschaft und Wettberwerbsfähigkeit verworfen. Das war so, als es in den 50er-Jahren um 45 statt 48 Stunden ging und setzte sich über mehr als zwei Jahrzehnte fort, bis Ende der 70er-Jahre die 40-Stunden-Woche durchgesetzt war. Jetzt geht es um die 35-Stunden-Woche. Haben sich die von den Arbeitgeberverbänden entworfenen Katastrophenszenarien in den vergangenen 50 Jahren verändert?
Ulla Pilz im Gespräch mit Michael Schneider, Friedrich-Ebert-Stiftung

18. Oktober 2020 19:00 Uhr - Y = F(K/AN)
Die Formel Y = F(K/AN) zeigt, wie der technische Fortschritt die Arbeitszeit verringert, die für die Produktion einer bestimmten Gütermenge eingesetzt werden muss. Für den Laien ist es angesichts des rasanten Fortschritts seit den 70ern Jahren nicht leicht verständlich, warum bei steigender Produktivität jedes arbeitenden Menschen die Arbeitszeit nicht verkürzt werden kann. Wo bleiben die Erträge der Effizienzsteigerung?

19. Oktober 2020 19:00 Uhr - Ideen aus der Mottenkiste
Als Ideen aus der Mottenkiste bezeichnete Wirtschafskammerpräsident Harald Mahrer die aktuellen Bestrebungen für eine Verkürzung der Wochenarbeitszeit. Darüber gehen die Meinungen auseinander.
Sven Hartberger moderiert ein Streitgespräch mit Carina Altreiter, Wirtschaftsuniversität Wien, Institut für Soziologie und Rolf Gleißner, Wirtschaftskammer Österreich

20. Oktober 2020 19:00 Uhr - Wieviel Arbeit ist gesund?
Die Fälle von Burnout, Depressionen und Angststörungen als Folge von Stress und Leistungsdruck im Arbeitsleben nehmen paradoxerweise zu, obwohl der technische Fortschritt die Arbeit doch eigentlich wesentlich erleichtern sollte.
Michael Kundi, Medizinische Universität Wien, Institut für Umwelthygiene im Gespräch mit Sven Hartberger

17. / 18. / 19. / 20. Oktober 2020  20.30 Uhr - UA Kammeroper Amerika oder die Infektion