Maurer, Gary Mavambu Biba, Daniel Mayr, Alexander Mayr, Manuel Mayröcker, Friederike McDolan, Molly McQuade, Benjamin Meissl, Johannes Meister, Nadja Mekontchou, Jules Lazare Menke, Caroline Mertin, Barbara Metzmacher, Mara Michailova, Ekaterina Miesenberger, Markus Mijatovic, Maja Mikes, Magdalene Milenkov, Apostol Moises, David Montjoye, Irène Moosmann, Stephan Mosich, Cai Mößmer, Marc Mukasheva, Bota Müller, Leila Musil, Bartolo Mütter, Bertl Nagele, Peter Narnhofer, Gregor Natmeßnig, Anita

Alexander Mayr

Mayr, Alexander

Tenor und Countertenor.

Der Wiener Tenor erhielt seine erste musikalische Ausbildung im Rahmen der Wiener Sängerknaben. Sein Gesangsstudium begann er zunächst am Salzburger „Mozarteum“ und schloss dieses bei Prof. Franz Lukasovsky an der Universität für Musik und Darstellende Kunst in Wien ab.

Alexander Mayr gilt als Spezialist für hohe Tenorpartien und so bilden Rollen aus diesem Fach, wie etwa die Nase und der Wachtmeister in Schostakowitschs "Nase", der Astrologe in Rimski-Korsakows "Goldenem Hahn" oder der Student Arkenholz in Reimanns "Gespenstersonate" den Schwerpunkt seines Repertoires. Da bereits früh mit der Musik der Moderne in Berührung gekommen, feierte er viele Erfolge als Interpret zeitgenössischer Musik: so etwa als Schreber in Uraufführung der gleichnamigen Oper von Peter Androsch am Klagenfurter Stadttheater und in der Titelpartie der Oper „Ion“ beim Aldeburgh Festival und dem Almeida Festival in England, als Kaufmann in Rihms „Jakob Lenz“ im Rahmen der Salzburger Festspiele, oder im Frühjahr 2011 mit der Tenorpartie in der international beachteten Opernuraufführung von Stockhausens „Sonntag aus Licht“ an der Kölner Oper.

Sein traditionelles Repertoire vom Barock bis zur Romantik umfasst Opern- und Operettenpartien aus dem Charakter- dem Lyrischen- und dem Spielfach, wie u.a. den Mengone (Der Apotheker/Haydn), Basilio (Le Nozze di Figaro), Janek (Vec Makropulos/Janacek), Armande (Graf v. Luxemburg), Brioche (Lustige Witwe), Stanislaus (Vogelhändler), Spalanzani, sowie Franz/Cochenille/Pitichinaccio/Andreas (Hoffmanns Erzählungen), Trin (La Fanciulla del West/Puccini), Scaramucio (Ariadne), Protagonist (Protagonist/Weill), uvm.

Unter der Leitung namhafter Dirigenten und Regisseure, wie etwa Stefan Soltesz, David Perry, Ivan Anguelov, Toshiyuki Kamioka, Peter Keuschnig, Johannes Kalitzke, Christoph Loy, Brigitte Fassbänder, Andrea Schwalbach, Stein Winge, Sir Peter Ustinov, La Fura dels Baus, uvm. war Alexander Mayr in den letzten Jahren u.a. an den Theatern in Innsbruck, Klagenfurt, Basel, Luzern, Lübeck und Oldenburg, für die Opernszene Wien, die Neue Oper Wien, die Musikwerkstatt Wien und das sirene Operntheater Wien, an der Wiener Kammeroper, der Deutschen Oper am Rhein in Düsseldorf, der Oper Köln, am Wuppertaler Opernhaus, an der Oper Kiel, der Opera Zuid in Maastricht, am Aalto Theater Essen und an der Frankfurter Oper, bei den Operettenfestspielen in Bad Ischl, sowie für das Aldeburgh und das Almeida Festival (London), für das Osterklang Wien Festival und das Internationale Kammeropern Festival in Zwolle/NL, die Salzburger Festspiele und die Bregenzer Festspiele engagiert.

Mit dem Radiosymphonieorchester Wien, der Camerata Academica Salzburg, der Nordwestdeutschen Philharmonie, dem Ensemble Contrechamps und anderen Orchestern war Alexander Mayr mit verschiedenen Konzertprogrammen, wie etwa Orffs „Carmina Burana“, konzertanten Opernaufführungen oder Opern- und Operettengalas u.a. im Wiener Konzerthaus, im Konzerthaus Dortmund, im Linzer Brucknerhaus, im großen Saal des Mozarteums in Salzburg, oder auch im Radio Studio Ernest Ansermet in Genf zu hören.

Neben seiner Tätigkeit als Tenor stand Alexander Mayr immer wieder auch als Countertenor auf der Bühne.

Seine Diskographie umfasst CD-Einspielungen von Carl Orffs „Carmina Burana“, Michael Mautners „Dantes Fest“, eine CD und Video Live-Aufnahme von Claudio Monteverdis „Orfeo“ aus der Deutschen Oper am Rhein in Düsseldorf und eine DVD Live-Aufnahme von Ernst Kreneks „Karl V.“ von den Bregenzer Festspielen 2008.  

Mit seinem künstlerisch wissenschaftlichen Dissertationsprojekt "Die voce faringea, Rekonstruktion einer vergessenen Kunst" promovierte Alexander Mayr mit Auszeichnung im Oktober 2014 an der Kunstuniversität Graz. Zusammen mit Prof. Johan Sundberg führte er dazu 2012 während eines Forschungsaufenthalts an der KTH Stockholm Untersuchungen zu den Stimmregistern durch. Seine Erkenntnisse präsentierte er u.a. bei der EPARM Konferenz in Lyon, der Pan European Voice Conference 2013 in Prag und der PEVOC 2015 in Florenz.

Alexander Mayr ist seit 2013 Dozent für Gesang an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien. Regelmäßig unterrichtet er Masterclasses u.a. im Rahmen der Sommerakademie Lilienfeld (seit 2011) und am Institut für Gesang der Musikhochschule in Genf (Februar 2015).

Alexander Mayr