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Kurier, 8.September 2006, Judith Schmitzberger

Jugendstiltheater: "Circus" von Everhartz & Tornquist. Eine nur teilweise geglückte Oper

Zirkusmusik aus den 20ern, ein Choral von Bach, ein bisschen Weill, etwas Tango und Polka. Und manchmal auch alles gleichzeitig. Zitiert, gebrochen, verfremdet, ironisiert. Jury Everhartz hat eine neue Oper "Circus" komponiert. Und es ist ihm zu viel eingefallen.
Schauplatz des Textes von Kristine Tornquist (auch Regie, Bühne) ist eine Manege. Die Protagonisten sind halb Tier, halb Mensch. 18 Nummern tragen sie vor, meist Zirkusparodien, gespickt mit Sprichwörtern und Tier-Mensch-Klischees. Die Umsetzung durch das sireneOperntheater ist engagiert, die Stimmen homogen, die Drehbühne gut konzipiert und klug eingesetzt. Die Musik ist am stärksten, wenn sie reduziert ist: auf die Tragkraft einer Stimme oder ein kleines Ensemble. Jenseits davon läuft vieles gegeneinander, erschlagen sich die Stile und Einfälle, wird die Oper anstrengend.
Eine gewisse Sinnlosigkeit kann man vor allem dem Text nicht absprechen. Alles andere als subtil ist die Pointe: Mensch bleibt Tier, wie zivilisiert er sich auch gibt. Irgendwie hatten wir das schon geahnt.

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