Rota, Angelo Roth, Joseph Rupp, Günter Ruthner, Christian Sakowicz, Iwona Salzbrunn, Andreas Samitz, Nico Santek, Mato Sapic, Igor Sato, Yo Schaja, Stephan Schedlberger, Gernot Scheibelreiter, Agnes Scheid, Jakob Scheid, Mine Scheidl, Roman Scheschareg, Steven Schiffer, Andreas Schindegger, Sebastian Schindel, Robert Schirmer, Oliver Schiske, Claudia Schmidinger, Marcus Schmidt, Mirjam Schmuckerschlag, Dagmar Schön, Thomas Schönmüller, Annette Schorsch, Gerda Schreiberhuber, Hapé Schrettle, Johannes

Günter Rupp

Rupp, Günter

Librettist, Regisseur, Schauspieler und Bühnenbildner.

Günter Rupp ist fast weltberühmt geworden als Gastronom! Das war nicht unbedingt auf der Linie seiner Kinderträume von Künstlerschaft, wenngleich gewissermaßen deren dialektisches Resultat. Was zu tun hat mit einer bestimmten Geringschätzung für den Künstlerberuf (für den sich auserkoren zu halten als Verblendung gegolten hätte) in Familie und Schule, mit folglicher Mißachtung sensibler Begabungen, schließlich mit höchst prekären Entscheidungen in der Berufswahl. Doch hat das künstlerische Interesse seine Vitalität behauptet, selbst auf einer Bahn durch minder musikalische Abteilungen des Existenzkampfes. Dazu gehören, in sehr unterschiedlicher Distanz zur Kunst, die Studien der Rechtswissenschaft und, mit Akzent auf der Ästhetik, der Philosophie (ohne Diplom), die Beschäftigung als Lektor, Journalist und dergleichen. Von den ökonomisch motivierten Ambitionen als Gastwirt ist schon die Rede gewesen. In allen Lebensphasen blieb die Betätigung als Literat und Maler. Zu den augenfälligen Widersprüchen seiner Existenz zählt gewiß einer, der den künstlerischen Standort betrifft, indem dieser sich unterscheidet von den Schemata des zeitgenössischen Kulturbetriebes. Diese kritische Distanz, die im einzelnen zu diskutieren den Rahmen dieser artigen Vorstellung sprengte, der Hinweis auf tendenzielle Selbstbezüglichkeit der Moderne möge genügen, dürfte gleichwohl den Signifikanten jeglichen Charakterisierungsversuches abgeben.