Uhl, Peter Ulasevych, Nataliia Unger, Heinz Rudolf Utz, Helga Varga, Ferenc Vecsei, Benedikt Vierlinger, Rainer Vogelweider, Walter Voglsinger, Stefan Volbracht, Pax Vosecek, Simon Vovoni, Fani Vsedni, Karl Wagner, Florian Wagner, Michael Wagner, Wolfram Wagnes, Anton Walder, Christoph Waldig, Jens Wally, Thomas Weber, Oliver Weckwerth, Georg Weiss, Natalia Werner, Alfred Wetter, Balduin Widauer, Christoph Widerhofer, Rudolf Wieland, Stefan Wieninger, Florian Wiesbauer, Agnes

Heinz Rudolf Unger

Unger, Heinz Rudolf

Librettist.

Heinz Rudolf Unger (* 7. August 1938, † 12. Februar 2018) war ein österreichischer Literat. Er verfasste Romane, Lyrik, Theaterstücke, Drehbücher, Hörspiele, Lieder und Libretti sowie Kinder- und Jugendbücher und arbeitete mit dem sirene Operntheater zusammen.

Unger schloss 1953 seine Ausbildung zum Schriftsetzer ab. Seine anschließenden Reisen per Autostopp entlang der Mittelmeerküste bildeten die Grundlage für den 1992 erschienenen Jugendroman Däumling reist windwärts. 1959 war er Verlagshersteller, wobei er unter anderem durch den in England lebenden Joseph Kalmer, einen Freund Erich Frieds, mit einer wichtigen Londoner Literaturagentur in Kontakt kam. Später arbeitete Unger als Werbetexter, bevor er sich 1968 endgültig für ein Leben als freischaffender Schriftsteller entschied. Einen einjährigen Aufenthalt in den USA verarbeitete er in seinem ersten Lyrikband In der Stadt der Barbaren (1971). Seit den 1980er Jahren hielt sich Heinz R. Unger außer in Wien auch regelmäßig in Griechenland auf. Die Beziehung zu diesem Land spiegelte sich wider in seinem 1999 verlegten ersten Roman Karneval der Götter.
Im August 1971 wurde mit der Uraufführung seines Stücks Trausenit tut totentanzen im ersten Hof des Hauses des Deutschen Ritterordens ein neues Wiener Freilufttheater eröffnet. Mitte der 1970er Jahre schrieb er den Großteil der Texte für das zweieinhalbstündige historisch-politische Oratorium Proletenpassion der Politrock-Gruppe Schmetterlinge, eine 1976 bei den Wiener Festwochen (Arena 76) uraufgeführte musikalisch-kabarettistische Revue der revolutionären Bewegungen der Neuzeit vom 16. bis ins 20. Jahrhundert. Eines von Ungers bekanntesten Stücken ist Zwölfeläuten, das am 3. Februar 1985 am Wiener Volkstheater uraufgeführt wurde (Regie: Hermann Schmid) und 1998 bei Felix Dvoraks Berndorfer Sommerspielen ein überaus erfolgreiches Remake (mit Sochor, Rudle, Steinböck, Kratzl und Dvorak) feierte. Die Erzählung wurde 2000/2001 unter der Regie von Harald Sicheritz unter dem gleichnamigen Titel fürs Fernsehen verfilmt und am 21. Oktober 2001 erstmals ausgestrahlt.
Für das sirene Operntheater schrieb er im Herbst 2017 das Libretto DIE TROERINNEN.

Heinz Rudolf Unger starb am 12. Februar 2018 an Lungenkrebs.

Heinz Rudolf Unger