Reinberg, Gregor Reinhart, Martin Reiter, Herwig Reiter, Martina Reithofer, Wolfgang Riedel, Felix Rieder, Robert Riederer, Fernando Riedl, Angelika Rieger, Reinhold Rippel, Gerda Rohrmoser, Klaus Rom, Peter Rombach, Barbara Rombach, Lisa Rota, Angelo Roth, Joseph Rupp, Günter Ruthner, Christian Sakowicz, Iwona Salzbrunn, Andreas Santek, Mato Sapic, Igor Sato, Yo Schaja, Stephan Schedlberger, Gernot Scheibelreiter, Agnes Scheid, Jakob Scheid, Mine Scheidl, Roman

Herwig Reiter

Reiter, Herwig

Dirigent und Komponist.

Herwig Reiter wurde am 26.6.1941 in Waidhofen/Thaya (Österreich) geboren. Er stammt aus einer Musikerfamilie, Vater (Albert) und Bruder (Hermann) sind bekannte Komponisten. Seine erste musikalische Ausbildung erhielt er bei den Wiener Sängerknaben. Schon vor Abschluss seines Studiums wurde er als Kapellmeister zu den Wiener Sängerknaben engagiert, wo er von 1963 bis 1970 tätig war. Von 1964 bis 1980 arbeitete er an einem Wiener Gymnasium, an dem er gemeinsam mit Gertraud Cerha und Roswitha Helmberg einen Schultyp gründete, in dem Musik und Bildende Kunst eine bevorzugte Rolle spielen. Er schrieb in dieser Zeit gemeinsam mit Peter Altmann die Musiklehrbücher "Hören und Gestalten 1-4" und "Musikstudio 1, 2".

Daneben gab Reiter Gesangsunterricht, leitete den Ferdinand Grossmann Kammerchor und trat auch als Klavierbegleiter und Dirigent von Oratorien und Opern in Erscheinung. Ab 1975 unterrichtete er an der Wiener Musikuniversität didaktische Fächer, ab 1981 alle Fächer, die mit dem Dirigieren zusammenhängen, und avancierte 1985 zum Ordentlichen Professor für Dirigieren an der Abteilung Musikpädagogik. Diese Position hatte Reiter inne, bis er 2002 in den Ruhestand trat.

Neben seiner Tätigkeit an der Wiener Musikuniversität veranstaltete er in seiner Wohnung in Wien Hauskonzerte ("Festinos"), war Referent bei zahlreichen Fortbildungskursen (Internationale Chorakademie Krems, Vokalwoche Wolfsberg, verschiedene Chorleiterkurse in Österreich, der Schweiz und Südtirol, Musikfabrik Edelhof u.a.) und oftmaliger Juror beim Österreichischen Bundesjugendsingen und beim Chorbewerb in Schloss Porcia (Spittal/Drau), bei dem er seit 2002 den Vorsitz führt. Im Österreichischen Rundfunk ORF gestaltete er viele Jahre lang Chorsendungen und war auch als Musik-Aufnahmeleiter an vielen wichtigen Chorproduktionen österreichischer Chöre beteiligt. 1987 erhielt er den Niederösterreichischen Landespreis für Verdienste auf dem Gebiet der Musikpädagogik, 2001 den Erwin Ortner Preis zur Förderung der Chormusik in Form eines Kompositionsauftrags für Laienchor, 2003 den Würdigungspreis der Republik Österreich für Musik.

Von den Kompositionen aus Reiters Kindheit, in denen die oktotonische Leiter eine wesentliche Rolle spielt, ist fast nichts erhalten. Mit Beginn des Studiums an der Wiener Musikakademie (1959) wendete er sich anderen musikalischen Tätigkeiten zu, vor allem aus der Einsicht heraus, zum damals aktuellen "seriellen" Stil nichts beitragen zu können. Erst 1994 fand Herwig Reiter zum Komponieren zurück.

Campiello

Herwig Reiter