Lacroix, Sylvie Lambauer, Bernd Lamnek, Horst Landauer, Bernhard Landsgesell, Werner Lang, Bernhard Lang, Klaus Lang-Auinger, Claudia Larina, Elena Larl, Rupert Laskaridis, Spiros Lautner, Romana Leidal, Erik Leisner, Andreas Lenk, Jürgen Lentsch-Bayerl, Beate Leschanz, Klara Leutgeb, Johann Lewis, Joanna Li Puma, Nelly Li, Yushan Liakakis, Periklis Libiseller, Julia Lindner, Hans Lindworsky, Jens Linsbauer, Andrea Linsenbolz, Louise Linshalm, Heinz-Peter Lipus, Emanuel Lodes, Birgit

Horst Lamnek

Lamnek, Horst

Baßbariton.

Horst Lamnek wurde 1977 in Wien geboren. Mit Auszeichnung schloss der Bassbariton im Jahr 2004 seine Gesangsstudien an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien ab. Seine Lehrer waren Leopold Spitzer (Sologesang), Reto Nickler und Ivan Parik (Oper), sowie Charles Spencer (Lied). Meisterkurse absolvierte Horst Lamnek bei Brigitte Fassbaender und Dietrich Fischer-Dieskau und arbeitete mit Nicolai Gedda und Horst Günter, seit 2005 wird er stimmtechnisch von Wicus Slabbert beraten.
Horst Lamnek erhielt 1999 das Bayreuth-Stipendium der Richard-Wagner-Stiftung, 2001 den Sonderpreis beim Gradus-Ad-Parnassum-Wettbewerb in Innsbruck und war dreifacher Preisträger des Ada Sari-Wettbewerbs 2003 in Nowy Sacz/Polen.
Im Rahmen seines Studiums sang er bereits Figaro in LE NOZZE DI FIGARO, Giove in LA CALISTO, Kagler in WIENER BLUT, Frank in DIE FLEDERMAUS und Vater in HÄNSEL UND GRETEL.
Erste Engagements führten ihn als Baron Douphol in LA TRAVIATA nach Meran, als Leporello in DON GIOVANNI nach Mödling, als Wangenheim in BETTELSTUDENT und Zirkusdirektor in DIE ZIRKUSPRINZESSIN zu den Operettenfestspielen nach Haindorf (NÖ) und als Kagler ans Theater Regensburg.
In der Saison 2003/2004 war Horst Lamnek am Internationalen Opernstudio Zürich engagiert. Er debütierte als Indianer in DIE VERKAUFTE BRAUT am >>Opernhaus Zürich unter Peter Schneider, gefolgt von Auftritten als Flandrischer Deputierter in DON CARLO unter Marcello Viotti, als Thierry in Poulencs DIALOGUES DES CARMELITES unter Michel Plasson und im ROSENKAVALIER unter Franz Welser-Möst. In der Studioproduktion von Rossinis LA PIETRA DEL PARAGONE trat er als Dichter Pacuvio in Zürich und bei den Gastspielen in Mézières auf.
Von 2004 bis 2006 war Horst Lamnek Ensemblemitglied des >>Ulmer Theaters. Hier war er unter anderem in ARMIDE, OTELLO und LA VIDA BREVE zu hören. Mit seinem Don Magnifico in LA CENERENTOLA und Fürst Ypsheim-Gindelbach in WIENER BLUT begeisterte der Bassbariton sowohl das Publikum als auch die Presse.
Seit 1999 gibt der Bassbariton regelmäßig Liederabende mit Werken von Frank Martin, Franz Schubert, Richard Strauss und vor allem Hugo Wolf. Anlässlich des 100. Todestages von Hugo Wolf führte Horst Lamnek das ITALIENISCHE LIEDERBUCH mit Charles Spencer in Brezice/Slowenien und Erba/Italien auf. Zu Eduard Mörikes 200. Geburtstag sang der Bassbariton mit großem Erfolg im November 2004 Hugo Wolfs Mörike-Lieder im Foyer des Ulmer Theaters. Zwei weitere vom Ulmer Publikum bejubelte Liederabende folgten in der Saison 2005/2006: Ein heiterer Wienerlied-Duettabend sowie ein Liederabend mit Vertonungen von Gedichten Heinrich Heines - anlässlich seines 150. Todestages - von Franz Schubert, Johannes Brahms, Hans Pfitzner und Robert Schumann.
Bereits zum zweiten Mal trat der Bassbariton heuer bei der Franz-Schubert-Gesellschaft Wienerwald auf: Einmal unter dem Motto das Hexenlied mit unbekannteren Vertonungen düsterer Balladen von Franz Schubert und Alexander Zemlinsky und zuletzt im Herbst 2007 mit dem Liederkreis op. 39 Robert Schumanns sowie drei Uraufführungen von Thomas Schubert und weiteren Eichendorff Vertonungen von Hans Pfitzner und Hugo Wolf im Stift Heiligenkreuz in Niederösterreich.
Ein weiterer Schwerpunkt im Repertoire des Bassbaritons ist das Werk von Wolfgang Amadeus Mozart. So sang der gebürtige Wiener den Papageno in der ZAUBERFLÖTE für junge Menschen, oder den Philosophen Don Alfonso in COSI FAN TUTTE am Ulmer Theater. Mit dieser Rolle gastierte er auch an Mozarts Geburtstag im Jänner 2006 im Hessischen Staatstheater Wiesbaden. Horst Lamneks Leporello in DON GIOVANNI wurde im Frühjahr 2006 am Ulmer Theater von der Presse gelobt und vom Publikum bejubelt. Im selben Jahr sang Horst Lamnek auch den Oberpriester in Mozarts einziger Schauspielmusik THAMOS in Lugano/Schweiz. Es handelte sich um eine Radioproduktion des Schweizer Senders RTSI mit dem Barockensemble I Barocchisti unter der Leitung von Diego Fasolis. Im Sommer 2006 gab der Bassbariton sein Debut bei der Wiener Akademie unter der Leitung von Martin Haselböck mit Konzertarien von W. A. Mozart.
Seit Herbst 2006 ist Horst Lamnek freischaffend tätig. Konzertauftritte führten ihn seither nach Wien (Wiener Festwochen), Budapest (Fauré-Requiem) und Athen (LES NOCES von Igor Stravinsky). Im Sommer 2007 verkörperte der Bassbariton den Gefängnisdirektor Frank in der FLEDERMAUS sowohl im Schlosstheater Schönbrunn als auch bei den Operettenfestspielen Haindorf in Niederösterreich. Es folgten Auftritte bei den Herbsttagen in Blindenmarkt wo Horst Lamnek den Baron Weps in Carl Zellers VOGELHÄNDLER sang. Nächste Engagements führten den Sänger nach Villars-sur-Glane/Schweiz mit Bachs MAGNIFICAT und der KANTATE 63, sowie mit den Bass-Arien in der MATTHÄUSPASSION nach Lübeck.
Im Frühjahr 2008 gab Horst Lamnek als Sparbüchsen Bill in AUFSTIEG UND FALL DER STADT MAHAGONNY sein Debüt an der Komischen Oper in Berlin. 2009 gastierte der Bassbariton am Theater Hagen in SALSIPUEDES als Coronel und Colette von D. Catán (europäische Erstaufführung) und als Don Magnifico in LA CENERENTOLA. Außerdem war Horst Lamnek wieder Gast an der Komischen Oper: Als Leander in der LIEBE ZU DEN DREI ORANGEN von Sergej Prokofjew, wie schon in der letzten Spielzeit als Sparbüchsen Bill in AUFSTIEG UND FALL DER STADT MAHAGONNY und als Gefängnisdirektor Frank in DIE FLEDERMAUS von Johann Strauß. In diesen Stücken ist der Sänger in der Saison 2009/2010 erneut Gast an der Komischen Oper Berlin.

Horst Lamnek