Gustorff, Isabelle Haber, Claudia Habermann, Ingrid Habjan, Nikolaus Hackl, Werner Hadwiger, Barbara Hafner, Gerhard Haid, Matthias Haider, Hannes Hämmerle, Manuela Handler, Gilbert Haneder-Kulterer, Maria Harnoncourt, Philipp Harrer, Gudrun Haselberger, Ingrid Haselböck, Lukas Hassler, Vesna Hattinger, Wolfgang Hattler, Tamara Hauf, Anna Clare Heegmann, Gebhard Heidrich, Werner Heilbron, Jonathan Heindl, Christian Heinrich, Gernot Helm, Richard Herfert, Dieter Herget, Raoul Herrnböck, Julia Hesse, Elke

Ingrid Habermann

Habermann, Ingrid

Sopranistin.

Die Sopranistin Ingrid Habermann wurde in Linz geboren. In Salzburg studierte sie Romanistik und Slawistik. Parallel dazu entschied sie sich für ein Gesangsstudium an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst – Mozarteum. Erste Engagements führten sie an die Wiener Kammeroper und nach Baden bei Wien.
Nach Abschluß ihres Studiums ging sie an das Stadttheater Bern, wo sie in Rollen des lyrischen Koloraturfaches wie Adele – (Die Fledermaus), Norina - (Don Pasquale), Füchslein Schlaukopf – (Das schlaue Füchslein), Sophie – (Der Rosenkavalier), Minette – (Die Englische Katze) und vielen anderen mehr zu hören war.
Von 1991 bis 1999 war sie Ensemblemitglied des Linzer Landestheaters und erarbeitete sich in dieser Zeit Rollen wie Comtesse Adele – (Le Compte Ory), Leila – (Die Perlenfischer), Königin von Schemacha – (Der Goldene Hahn), Gilda – (Rigoletto), Rosalinde – (Die Fledermaus), Sophie Scholl – (Die Weiße Rose), Die Frau - (La Voix Humaine), und natürlich die großen Mozartrollen wie Konstanze – (Entführung aus dem Serail), Pamina – (Die Zauberflöte), Susanna – (Figaro’s Hochzeit) etc.. 1996 debütierte sie als Violetta in La Traviata.
Mit La Voix humaine von F. Poulenc gastierte sie in halbkonzertanter Fassung im Konzerthaus Wien, begleitet vom Konzertverein Wien, in den Niederlanden mit dem Philharmonischen Orchester Arnhem, sowie im Smetana – Theater Brünn mit dem Philharmonischen Orchester Brünn.
Ihr breitgefächertes Repertoire reicht von Bachs Passionen über Mozart und den Komponisten der Romantik bis hin zu zeitgenössischer Musik. Im Rahmen ihrer Konzerttätigkeit gastierte Ingrid Habermann in Deutschland, in der Schweiz, in Frankreich, England, Holland Belgien, Finnland, Tschechien, Armenien und Japan.
Die Vier Letzten Lieder von R. Strauß, erstmals mit Martin Sieghart und dem Bruckner Orchester im Brucknerhaus aufgeführt, sowie die 9. Symphonie von Ludwig van Beethoven, zuletzt in der Kreuzkirche Dresden unter R. Weikert und die Missa Solemnis von Ludwig van Beethoven unter Tonu Kaljuste in Tallin gesungen, gehören zu ihren bevorzugten Werken.
Mit dem Pianisten Hans Petermandl trat sie im Brucknerhaus als Liedinterpretin auf. Am 10. Mai 2006 stellte sie sich mit einem etwas anderen Programm vor. Der Titel: Liebe, love, l’amour, ljubov... Liebe in sechs Sprachen von Pergolesi bis Piaf, vom Barock bis zur Moderne. - Ein Abend mit Liedern, Rezitation, Moderation, Projektion. Begleitet wurde sie vom jungen Pianisten Clemens Zeilinger.
1998 gab die Sopranistin ihr Debut bei den Seefestspielen Mörbisch als Kurfürstin Marie im Vogelhändler (Bibl/Bauernfeind), 1999 wurde sie als Annina in Eine Nacht in Venedig engagiert (Bibl/Lohner) und im Sommer 2001 kehrte sie nochmals als Lisa in Land des Lächelns (Bibl/Bauernfeind)auf die Seebühne zurück.
Als 1. Dame ging sie mit der Zauberflöte (Ch. Bösch/R. Weikert/Ernst Fuchs) auf Tournèe nach Zürich, Helsinki und Lissabon. Es folgte eine Japantournee mit Mozart-Konzertarien und Werken aus der Goldenen Operette.
1999 war Ingrid Habermann erstmals am Thèatre Royal de la Monnaie in Brüssel in Schostakowitschs Lady Macbeth von Mzensk unter Antonio Pappano zu hören (Regie: Stein Winge). Es folgte 2001 ein Engagement als Leitmetzerin im Rosenkavalier (Pappano/Loy).
Weiters interpretierte sie die Dutchess of Argyl in Powder her Face, einer zeitgenössischen Oper von Thomas Adés, im Semperdepot – Wien (H. R. James/ John L.Davis).
Februar 2001 war sie als Angelica in G. F. Händels Oper Orlando im Odeon - Wien zu hören.
Ein Gastspiel führte sie im Mai 2002 an das Grazer Opernhaus, wo sie die Marchesa Mathilde Spina in M. Trojahn’s Enrico (Pöhler/Epple) verkörperte.
Im Rahmen des Opernfestivals Reinsberg 2002 debütierte Ingrid Habermann als Donna Anna im Don Giovanni. 2003 trat sie als Gräfin Almaviva in Figaro’s Hochzeit abermals auf.
Herbst 2002 wurde sie von der Neuen Oper Wien für die Marie in Alban Bergs Oper Wozzeck verpflichtet.
Oktober 2002 engagierte man sie für eine Neuproduktion von Powder her Face von Thomas Adés als Dutchess of Argyl an De Vlaamse Opera Antwerpen.
Dezember 2002 folgten Neujahrskonzerte mit dem Tonkünstler Orchester Niederösterreich unter der Leitung von Rudolf Bibl im Großen Saal des Wiener Musikvereins, im Festspielhaus Pölten etc.
Es folgt eine Produktion der Kammeroper Wien. Ingrid Habermann sang die Rolle der KA in Peter Maxwell David’s Operneinakter Mr. Emmet takes a walk unter der Regie von David Pountney.
In Nigel Osbornes Oper Terrible Mouth (Thema: Goya) war sie als Herzogin von Alba zu sehen und zu hören.
Im Gmundner Konzertsommer interpretierte sie Pierrot Lunaire, 21 Lieder von A. Schönberg.
Es folgt die Mitwirkung als Noora im Sonnenhaus von Einojuhane Rautavaara im Jugendstil-Theater/Wien – Eine Produktion der Musikwerkstatt Wien.
2004 führte sie eine Konzerttournee nach London, wo sie mit dem London Philharmonic Orchestra in der Royal Festival Hall auftrat.
2005 stand I. Habermann wieder beim Opernfestival Mozart in Reinsberg auf der Bühne. Sie verkörperte die Rolle der Despina in der Oper Cosi fan tutte von W. A. Mozart. Diese Produktion ging auch in die Niederlande. Spielstätten: Arnhem, Neimegen, Konzertgebouw Amsterdam.
Es folgte eine Produktion am Stadttheater Klagenfurt - Henzes Der junge Lord – wo die Künstlerin als Fr. Oberstudienrat Hasentreffer zu hören war.
Das Leben George Gershwins in Melodien – oder Die George Gershwin Geschichte. Ein Stück für zwei Personen, aufgeführt von René Rumpold und Ingrid Habermann auf der Freilichtbühne Reinsberg und mit ebenso großem Erfolg in Baden bei Wien im Theater Am Steg.
Zu den Lieblingswerken der Künstlerin gehört B. Brittens Les Illumination de A. Rimbaud, Op.18 für Sopran und Streichorchester. Mit dem Kammerorchester Spirit of Europe kam das Werk im Stift Altenburg, sowie im Rahmen des Aspacher Kultursommers in der Stadtkirche Braunau zur Aufführung.
Als Gräfin Gabriele von Zedlau stand Ingrid Habermann diesen Sommer auf der Bühne des Schönbrunner Schloßtheaters.
Eine in den letzten Jahren entdeckte Leidenschaft, Kindern Oper näher zu bringen, am Beispiel der jährlichen Mozartproduktion in Reinsberg, lässt sie neue Wege beschreiten, indem sie moderierend durch das von ihr gekürzte Stück führt.

Video und DVD:

Eine Nacht in Venedig - Annina
Land des Lächelns - Lisa
Die Entführung aus dem Serail – Konstanze
CD–Gesamtaufnahme: Bruckner Orchester Linz /Martin Sieghart
CD-Querschnitt: Don Giovanni - Tonkünstler Orchester Niederösterreich/Martin Sieghart

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