Eder, Mario Claus Egg, Loys Eleta, Miki Elkin, Shauna Endelweber, Severin Erdem, Mirjam Ernstbrunner, Pia Eulenberger, Klaus Everhartz, Jury Everhartz, Yvonne Falkenstein, Gottfried Falkenstein, Johannes Falkner, Brigitta Fankhauser, Renate Fedotov, Alexej Feinig, Nikolaus Fejes, Agnes Felderer, Brigitte Fendel, Ulrike Fennes, Florian Ferk, Miha Ferrari, Fabricio Feuersänger, Paul Fian, Antonio Flemming, Andreas Flosdorf, Dietmar Flunger, Elisabeth Foinidis, Bojana Formenti, Marino Fornhammar, Lisa

Miki Eleta

Eleta, Miki

Künstler und Uhrenbauer.

Miki Eleta *1950, Višegrad (Bosnien und Herzegowina). Seit 1973 in der Schweiz, verheiratet, zwei Töchter. Seit 1990 eigene Werkstatt für Möbelrestaurierung, Uhrenreparatur und Schnitzereien. Ab 1996 hauptsächlich mit kinetischer Kunst und Uhrenbau beschäftigt (Einzel- und Gruppenausstellungen, diverse Auftragsarbeiten für Innen- und Aussenräume). Seit 2004 überwiegend private Aufträge und Ausstellungen im Uhrenbau.

Wie entstehen meine Uhren?
Skizzen zeigen lose Gedankenfolgen, Messing und Stahl liegen noch unbearbeitet auf einem Tisch. Später, sobald Zahnräder und Hebel sich in ein erstes Spiel fügen, beginnt sich abzuzeichnen, welche mechanischen und gestalterischen Möglichkeiten die Idee bergen könnte. Ein regelmässiges, genaues Zusammenspiel handgemachter Komponenten ist das Ziel, um einer Vereinbarung der Menschheit über das Vermessen der Zeit zu folgen. Doch auf dem Weg zu dieser Bewegung ist nichts festgelegt. Manche grosse Erfindung wurde schon gemacht, doch wer kann ermessen, was uns noch alles unbekannt ist?
Manchmal zerbricht ein mühevoll gefertigtes Zahnrad, eine Konstruktion funktioniert nicht wie erwartet, oder ein Umweg wird nötig, um eine neue Technik zu erlernen. Doch in manchem auftretenden Hindernis liegt ein Hinweis verborgen. Eine Idee blitzt auf und öffnet einen ungekannten Weg. Eine Uhr zu bauen, bedeutet für mich voller Spielfreude zu experimentieren. Damit das Unentdeckte die Möglichkeit bekommt, sich zu zeigen, versuche ich mich immer wieder überraschen zu lassen, ohne Angst, dass etwas nicht gelingen könnte.
Das unerbittliche Vergehen der Zeit ist vielleicht mit ein Grund, warum ich ausschliesslich Unikate herstelle. Wer möchte nicht versuchen, auf die gerade realisierte Idee eine noch faszinierendere zu finden, so viel wie möglich auszuschöpfen und zu entdecken?
Wie in meiner Vergangenheit als kinetischer Künstler, möchte ich auch in den Betrachtern meiner Uhren Neugierde wecken und Fragen hören. Für mich ist eine Uhr mehr als nur ein Zeitmesser. Sie kann auch in ihrer Gestaltung etwas von dem weitertragen, was ich bei ihrem Bau erlebe. Es ist die Freude an der präzisen Bewegung, an Klängen, an harmonischen Formen, und an der Unerschöpflichkeit der möglichen Antworten auf die immer gleiche Frage: was ist eine Uhr?

Miki Eleta