Müller, Leila Musil, Bartolo Mütter, Bertl Nagele, Peter Narnhofer, Gregor Natmeßnig, Anita Neubauer, Mathilde W. Neugebauer, Herwig Neumann, Esther Neuwirth, Michael Nicoletti, Doris Niklas, Hermann Novacko, Robert Nowak, Selina Nowak-Dannoritzer, Ines Oberthür, Heidemaria Oettle, Barbara Ölz, Maxmilian Ortega, Victor Cos Oswald, Peter Ott, Bernhard Ott, Claudia Pabst, Daniel Padel, Donald Padilla, Marcelo Parizek, Denise Pascal, Diane Peer, Alexander Perisic, Zarko Perisutti, Tina

Bertl Mütter

Mütter, Bertl

Posaunist und Komponist.

Geboren 1965 in Steyr. Im Zentrum seiner musikalischen Arbeit steht das Solospiel, das sich auf vertraute und auch entferntere Traditionen bezieht. Bertl Mütter spielt aber auch gerne in (kleineren) Ensembles, wenn das auf einander Hören praktiziert wird. Und er arbeitet/e mit Autor/inn/en wie H.C. Artmann, Franzobel, Josef Haslinger, Ernst Jandl, Gert Jonke und Angela Krauß zusammen. Auch Wurmlöcher zur mittelalterlichen Musik haben sich aufgetan (ars choralis coeln et al.). Duoarbeit mit Miki Skuta (p), Matthias Loibner (drehleier) und Christoph Cech (p). Workshopleiter für improvisierte Musik (im akademischen Bereich, aber auch für Laien – SPIELEN!). Als primus inter pares leitet er »Dr. Mütter’s Ensemble der radikalen Mitte – ERM«), um seine Kompositionen und Spielanweisungen adäquat zu erarbeiten, etwa OPERAN! (2016) oder das schwere und das leichte (dsudl) bei der styriarte 2011. Eine wachsende Zahl junger, neugieriger Musiker*innen bestellt Kompositionen bei ihm – für die Schublade schreibt er nämlich nicht.
Bertl Mütter gilt heute als der große österreichische Posaunenindividualist, der sein Publikum mit seiner sehr persönlichen Musik zu bannen versteht. 2001 präsentierte er seine Staunen machende Nachkomposition der schubertschen Winterreise einem vorerst irritierten, dann umso begeisterteren Publikum. Nach der akklamierten Solo-CD parlando (arbe 12, 2004) folgte 2005 muetters muellerin (arbe 13, 2006). Im Rahmen und als Auftrag der styriarte wurde 2006 muetters dichters liebe (nach schumann nach heine) uraufgeführt (CD arbe 14, 2008). 2010 folgten die mütterkinderlieder (nachmahler) zu Mahlers Kindertotenliedern (CD Raumklang RK 3009) in Viktring/Klagenfurt.
Staatsstipendium 2002, Anton Bruckner Stipendium 2003, Komponistenforum Mittersill 2003, Arbeitsstipendium des Bundes 2005. 2010–2013 Stipendiat der Kunstuni Graz (künstlerisches Doktorat).
Seit 2014 lädt der promovierte Doctor artium in seine Schule des Staunens, u.a. ins Wiener Konzerthaus. Im September 2016 präsentierte er bei den Musiktheatertagen Wien mit OPERAN! Übers Entkommen sein erstes dezidiertes Musiktheaterwerk.

Foto von Christof Zachl

Bertl Mütter