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Kronenzeitung, 2. November 2004, Monika Brügeller

Opern-Clips


Sieben Uraufführungen an einem Abend! Das Landestheater - ein Fall für das Guiness-Buch der Rekorde. Sieben Komponisten und sieben Autoren schufen sieben "Operellen", Kurzopern in Videoclip-Manier. Eine Herausforderung für alle. Resümee: Ein Abend voll spritziger Originalität!
Die Vorgaben für Autoren und Komponisten waren klar: 15 Minuten für eine Geschichte rund um fünf Figuren! Kurz und knapp, eine "Operelle" eben. 14 kreative Köpfe fanden sieben höchst unterschiedliche Lösungen. Bei "HerzlosZeitlos" von Walter Titz und Peter Planyavsky stand Witziges im Mittelpunkt. Temporeich und pointiert Hosea Rathschiller, Lukas Tagwerker und Akos Banlaky mit "Schock - ein Hunderennen". Mit Schutt lieferten Hermes Phettberg und Gilbert Handler das Psychogramm eines Depressiven. Alles kreist um die stinkende Wäsche, die dreckige Wohnung und das Bedürfnis nach Sex. Ob man das so genau wissen will, bleibt dahingestellt. Große Gefühle und Dramatik schaffen Friederike Mayröcker und Wolfram Wagner. Abwechslungsreiche Vitalität kennzeichnet "Das gestohlene Herz" von Wolfgang Bauer und Jury Everhartz. Witz und musikalische Unbefangenheit schaffen Radek Knapp und Christof Dienz mit "Die vertauschten Köpfe". Originell und musikalisch herausragend der "Schlaf der Gerechten" von Kristine Tornquist und Kurt Schwertsik.
Beachtlich die Leistung von Renate Fankhauser, Shauna Elkin, Dan Chamandy, Michael Wagner und Klaus Rohrmoser. Sie stellen sich auf die Gegebenheiten blitzschnell ein und werden der Situation immer gerecht. Regisseurin Kristine Tornquist schafft Atmosphäre für das Zeitgenössicshe. Dorian Keilhack meistert mit dem Tiroler Ensemble für Neue Musik den Spannungsbogen zwischen Trivialem und Grandiosem mit Bravour.

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