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Produzieren in freier Szene.

Der Vorteil, wenn der Künstler der Unternehmer ist, liegt auf der Hand: kein Eingreifen der Produktion in künstlerische Prozesse (außer der ökonomischen Vernunft), Selbstbestimmung, die Möglichkeit, den Rahmen perfekt auf einen Inhalt abstimmen zu können, auch die Art und Weise von Zusammenarbeit im Team wählen zu können und hierachische Strukturen nach Bedarf zu lockern oder aufzulösen.

Der Vorteil liegt weiters darin, sowohl dem Eifer als auch der Krise Platz einräumen zu können, jederzeit Partner auswählen oder verlassen zu können, wenn die Zusammenarbeit nicht befriedigend war. Die Freiheit impliziert also Beweglichkeit, aber auch Vogelfreiheit.

Das Risiko (zum Beispiel, einen Misserfolg tatsächlich büßen zu müssen oder bei eskalierenden Produktionskosten persönlich das Risiko zu tragen) zwingt zur genaueren Standortbestimmung: was will ich, warum will ich's und was ist das wert?

Routine mit allen ihren Nachteilen wie Langeweile, Demotivation und Erstarrung wird nicht eintreten. Kontinuität ist weder bei Kunst noch bei der Finanzierung abgemachte Sache, das Risiko ist in jeder Hinsicht Teil der Arbeit: es gibt wohl kein Recht auf diese Arbeit, aber eben auch keine Pflicht, die einen täglich in ein ungeliebtes Umfeld zwingt.

Die Arbeit als freie Theatergruppe ist somit der ideale, ursprüngliche und nicht entfremdete Arbeitsprozess, in dem Kunst und Leben sich berühren können. Ein wenig Routine mit den Vorteilen wie Ruhe und drucklosen Raum für Vertiefung kann auch einem freien Künstler nicht schaden. Gerade Theaterarbeit lässt sich in der intensiven Probenphase kaum mit Nebenerwerb verbinden. Insofern begrüsse ich die Chance, aus der Freiheit einen kleinen Balkon in die Sicherheit zu hängen.

Kristine Tornquist