Gates_20__Andreas_Friess.jpg foto.bardel_ML13151.jpg sireneoperntheater_7099_c_friess.jpg der-automatische-teufel_1.jpg tuerkenkind_8997-c-friess.jpg nachts9_falkenstein_foto-friess.jpg 11sirene-jeannegilles-foto-bardel11b.jpg gaeste_c-lindworsky9943.jpg chodor30-1--bardel.jpg 06-sisifos-saverschel03.jpg foto.bardel_ML13234-3.jpg chodor-3-1-bardel.jpg 14-gilga-friess13.jpg krokodil_schluss.jpg nachts3_bergmann_foto-friess.jpg circus_herz.jpg tuerkenkind_9203-c-friess.jpg sireneoperntheater_6556_c_friess.jpg gaeste_c-lindworsky9951.jpg kommissar_ertappt.jpg 17sirene.jeanne-gilles-bardel16b.jpg nachts4_froehlich_foto-friess3.jpg circus_20zersaegt_gr.jpg sireneoperntheater_6611_c_friess.jpg 01-sisifos-friess01.jpg 15-gilga-friess14.jpg 04sirene-jeannegilles-foto-bardel4a.jpg circus_lucieolga.jpg nachts2_klebel-brunnhuber-strahlegger_foto-friess.jpg nachts6_leutgeb.jpg sirene-hybris-bardel-22.jpg kommissar_arzt_gr.jpg sirene-nemesis-bardel-28b.jpg 03sirene-soma-bardel-04.jpg hierlanda_intermezzo.jpg foto.bardel_ML13326-2.jpg operellen1_koepfe.jpg sireneoperntheater_7886_c_friess.jpg nachts2_strahlegger_foto-friess.jpg 04sirene.jeanne-gilles-Andreas-Friess3-.jpg sirene-annefrank-14.jpg sireneoperntheater_7950_c_friess.jpg circus_nackt.jpg hierlanda_soldaten.jpg foto.bardel_ML13249-2.jpg foto.bardel_ML13050.jpg kommissar_mutterundkind.jpg foto.bardel_ML13175.jpg foto.bardel_ML13288.jpg annefrank_vertraeumt.jpg operellen2.jpg 15-sisifos-saverschel09.jpg der-automatische-teufel_2.jpg feist_moon.jpg Gates_07__Andreas_Friess.jpg sirene-hybris-bardel-06.jpg foto.thebert_0423.jpg chodor-14-1-bardel.jpg gaeste_c-lindworsky9925.jpg 08sirene-soma-bardel-10.jpg gilga-friess02b.jpg 12-gilga-liakakis05.jpg nachts1_beutel-leutgeb_foto-friess.jpg chodor-15-1-bardel.jpg krokodil_geldregen2_gr.jpg foto.thebert_0432.jpg gaeste_c-lindworsky9936c.jpg

Produzieren in freier Szene.

Der Vorteil, wenn der Künstler der Unternehmer ist, liegt auf der Hand: kein Eingreifen der Produktion in künstlerische Prozesse (außer der ökonomischen Vernunft), Selbstbestimmung, die Möglichkeit, den Rahmen perfekt auf einen Inhalt abstimmen zu können, auch die Art und Weise von Zusammenarbeit im Team wählen zu können und hierachische Strukturen nach Bedarf zu lockern oder aufzulösen.

Der Vorteil liegt weiters darin, sowohl dem Eifer als auch der Krise Platz einräumen zu können, jederzeit Partner auswählen oder verlassen zu können, wenn die Zusammenarbeit nicht befriedigend war. Die Freiheit impliziert also Beweglichkeit, aber auch Vogelfreiheit.

Das Risiko (zum Beispiel, einen Misserfolg tatsächlich büßen zu müssen oder bei eskalierenden Produktionskosten persönlich das Risiko zu tragen) zwingt zur genaueren Standortbestimmung: was will ich, warum will ich's und was ist das wert?

Routine mit allen ihren Nachteilen wie Langeweile, Demotivation und Erstarrung wird nicht eintreten. Kontinuität ist weder bei Kunst noch bei der Finanzierung abgemachte Sache, das Risiko ist in jeder Hinsicht Teil der Arbeit: es gibt wohl kein Recht auf diese Arbeit, aber eben auch keine Pflicht, die einen täglich in ein ungeliebtes Umfeld zwingt.

Die Arbeit als freie Theatergruppe ist somit der ideale, ursprüngliche und nicht entfremdete Arbeitsprozess, in dem Kunst und Leben sich berühren können. Ein wenig Routine mit den Vorteilen wie Ruhe und drucklosen Raum für Vertiefung kann auch einem freien Künstler nicht schaden. Gerade Theaterarbeit lässt sich in der intensiven Probenphase kaum mit Nebenerwerb verbinden. Insofern begrüsse ich die Chance, aus der Freiheit einen kleinen Balkon in die Sicherheit zu hängen.

Kristine Tornquist