Clark, Arcola Claypool, Samantha Clemencic, René Confurius, Lucas Cortese, Roberta Cotten, Ann Csabai, Laszlo Czernovsky, Milena Dauer, Barbara Emilia David, Christine David, Ursula Declerfayt, Marie Dénes-Worowski, Marcell Denys, Tore Descamps, François-Pierre Dettelbacher, Ferdinand Di Sapia, Marco Dickbauer, Johannes Dienz, Alexandra Dienz, Christof Dimitrov, Svetlosar Djelosevic-Tesla, Aleksandar Dlouhy, Theresa Doderer, Johanna Domjan, Csilla Dorda, Veronika Dorfmann, Barbara Döring, Loma Dormeier, Walter Dorninger, Wolfgang Fadi

René Clemencic

Clemencic, René

Dirigent und Komponist.

1947 Reifeprüfung, 1947-1956 Uni Wien, Sorbonne, Collège de France Paris. Philosophie, Musikwissenschaft, Völkerkunde, Mathematik, Promotion 1956, Dissertation "Sein und Bewußtsein bei Louis Lavelle". Musikstudien: Blockflöte (Hans Ulrich Staeps, Joannes Collette, Nijmegen; Linde Höffer v. Winterfeld, Berlin), Theorie Hindemiths (Hans Ulrich Staeps), Cembalo (Eta Harich Schneider), Collegium Musicum (Josef Mertin), Formenlehre (Erwin Ratz), Theorie (Josef Polnauer), Josef-Matthias-Hauer-Seminar (Johannes Schwieger).

1957 Gründung der "Musica Antiqua" als Ensemble für Alte Musik, das sich die klangtreue Realisierung der Musik der abendländischen Vergangenheit zur Aufgabe gemacht hat., 1962-1970 Unterrichtstätigkeit MHS Wien: Blockflöte als konzertantes Soloinstrument, Nebenfächer (Musikphilosophie, Ornamentik, Notationskunde des Mittelalters und der Renaissance), 1960-1966 Institute of European Studies: History of Music, Philosophy of Music, Deller Academy, Abbaye de Sénanque/F: Blockflöte, 1966-1971 Accademia Internazionale de Musica da Camera (Rom, Gstaad, Bariloche/Argentinien): Blockflöte; Vortrag am Internationalen Musikinstitut Darmstadt: Die Blockflöte in der Avantgardemusik, 1968 Trennung von der "Musica Antiqua" und Gründung eines neuen Ensembles für Alte Musik, zuerst "Capella Musica Antiqua", für szenische Aufführungen "Drama Musicum", dann Umwandlung in "Clemencic Consort", Konzerte in ganz Europa, Nord- und Südamerika, Afrika, Asien, Australien, über 100 CD und Schallplatten, seit 1966 ständige eigene Konzertserie mit alter Musik als Zyklus der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien; Accademia Chigiana Siena: Seminar für Alte Musik, Jurymitglied beim Wettbewerb für Alte Musik Brügge. Langjähriger Vorsitzender der Jury des Schmelzer-Wettbewerbs im Rahmen der Internationalen Barocktage Stift Melk.

Sammler von Skulpturen, Inkunabeln und kabbalistischen und emblematischen Büchern. Verheiratet mit Edda Clemencic, geb. Rischka. Tochter Daniela.

In seinen Kompositionen geht es Clemencic in erster Linie um Klang-Symbolik, nicht primär um Ästhetisches. "Ich versuche in meinen Werken Klänge und Klangkomplexe als akustische Zeichen und Chiffren für innere Erlebnisse und Erfahrungen einzusetzen. Klang und Klanggeste sollen als solche in ihrer ursprünglichen Magie wirken. Es geht mir weniger um die Herstellung eines Opus, Artefactes im üblichen Sinne, sondern mehr um das Enthüllen einer gewissen verborgenen Semantik des Klanglichen." Anders geartet sind die Werke für Film und Bühne: Musik zum Film 'Molière' (Ariane Mnouchkine), Musik zu 'Tolldreiste Szenen' (Wiener Serapionstheater), Musik zum 'Prinz von Homburg' (Oskar Werner) etc. In dieser Gebrauchsmusik verwendet Clemencic neben der Klangsymbolik auch die Stilmittel der Vergangenheit.

René Clemencic