Scheid, Jakob Scheid, Mine Scheidl, Roman Scheschareg, Steven Schiffer, Andreas Schindegger, Sebastian Schindel, Robert Schirmer, Oliver Schiske, Claudia Schmidinger, Marcus Schmidt, Mirjam Schmuckerschlag, Dagmar Schön, Thomas Schönmüller, Annette Schorsch, Gerda Schreiberhuber, Hapé Schrettle, Johannes Schubert, Georg Schuch, Barbara Schueler, Roland Schwahn, Mima Schwahn-Reichmann, Raja Schweitl, Katharina Schwendinger, Johannes Schwendinger, Michael Schwertsik, Kurt Schwetz, Matthias Schwidlinski, Maximilian Schwin, Svetlana Seebacher, Walter

Roman Scheidl

Scheidl, Roman

Regisseur, Zeichner, Maler, Filmemacher und Dichter.

1949 - Geboren am 29. Juni in Leopoldsdorf/Niederösterreich.
1955 - Übersiedlung der Familie nach München. Der Vater ist Filmjournalist.
1961 - Der Zwölfjährige will Maler werden. Durch die berufliche Tätigkeit des Vaters wechselt die Familie mehrmals den Wohnort: zunächst München, dann Berlin und Wien.
1964 - Rückkehr nach Wien. Scheidl beginnt in einer Musikgruppe zu spielen.
1968 - Matura
1969 - Beginn des Grafikstudiums an der Akademie der bildenden Künste in Wien bei Professor Max Melcher.
1971 - Erste Reise nach Stockholm, Beginn der Tagebuchaufzeichnungen.
1972–74 - Erste große Weltbildradierungen. Das „Noah-Triptychon“, „Kinderspiele“ und „Hauseinsturz“ entstehen. Ausstellungsreisen nach New York, Köln und in die Schweiz.
1975 - Rege Reisetätigkeit, meist verbunden mit Ausstellungen.
1976 - Einzelausstellung Hauseinsturz – Niedergang einer Hochkultur in der Graphischen Sammlung Albertina Wien.
1978/79 - Erster längerer Aufenthalt in Zürich. Begegnung mit der Schweizer Tänzerin und Choreografin Bettina Nisoli. Sie wird seine Lebensgefährtin bis zu ihrem Tod im Jahr 1996.
1980 - Ausstellung Weltbild in Stockholm. Großformatige Zeichnungen entstehen.
1981 - 1. Preis bei der Triennale von Grado, Aufenthalt auf der Insel Sentinella in der Lagune von Aquileia. Es entstehen erste Tuschpinselzeichnungen. Teilnahme an der Ausstellung Neue Österreichische Malerei I im Joanneum Graz.
1982 - Übersiedlung in die Schweiz, Gründung eines Züricher Ateliers. Lichtkonzepte und Mitarbeit bei Aufführungen experimenteller Tanzstücke von Bettina Nisoli. Rhythmus und Tanz beginnen die Bildwelt zu beeinflussen.
1983 - In der Schweiz beschäftigt er sich mit dem Begriff der Archetypen des Mediziners und Psychologen C.G. Jung. Begegnung mit Joseph Beuys während der Ausstellung Der Hang zum Gesamtkunstwerk in Zürich.
Teilnahme an der Ausstellung Neue Österreichische Malerei in der Neuen Galerie in Linz. Zweite Einzelausstellung Zwischen Weltberg und Sintflut in der Graphischen Sammlung Albertina in Wien mit 150 Pinselzeichnungen.
1984 - Einzelausstellung Bilderstürmer in Zürich. Längerer Aufenthalt in New York. Nach der Rückkehr nach Europa entsteht das 90 Minuten-Video mit Computerzeichnungen Der tote Punkt.
1985 - Präsentation großer Arbeiten auf Papier in der Kunsthalle Winterthur.
1986 - Beginn einer Reihe von Ausstellungsberichten für die österreichische Kulturzeitschrift Parnass mit einem Artikel über die Skulpturenausstellung von Harald Szeemann Spuren, Skulpturen und Momente ihrer präzisen Reise im Kunsthaus Zürich. Zusammen mit Bettina Nisoli und ihrem Tanzensemble entwickelt Scheidl eine Live-Lichtzeichnung für die Bühne. Zahlreiche Tourneen in Europa folgen.
1987 - Große Themenausstellung Zwölf Räume im Frauenbad in Baden bei Wien, die bereits die Tendenz zum Gesamtkunstwerk zeigt.
1990 - Gründung des Tamamu Ensembles (Tanz, Malerei, Musik – Verein zur Förderung multimedialer Bühnenkunst).
1992 - Übernahme des geschlossenen Buser-Blocks(36 Zeichnungen) für die Grafische Sammlung des Kunsthauses Zürich. Zusammen mit dem Winterthurer Keramiker Felix Vogler entwickelt Scheidl TE-RO- und Tamamu-Kollektionen. Scheidl bezieht eine Wohnung in Paris und beginnt die französische Malerei zu studieren. Zeichenserien und Leporellos mit dem Titel Frauen von Paris und Kunst und Mode entstehen.
1993 - Umfassende Retrospektive von Roman Scheidls zeichnerischem Werk in der Neuen Galerie der Stadt Linz.
1994 - Neuerlicher Aufenthalt in Paris. Entstehung der Lithografie-Buchkassette Paris Danse. Live-Performance Tanzende Objekte mit Bettina Nisoli im Kunstmuseum Winterthur.
1995 - Beginn der Serie „Doppelbilder“. Performancetouren nach Zürich und Paris. Ausstellung der Tage- und Reisebücher in Zürich.
1996 - Tod von Bettina Nisoli in Wien. Scheidl übernimmt das Tanzstudio Sonnenhof.
1997 - Begegnung mit der Biologin und Käfermalerin Katharina Puschnig. Beginn einer künstlerischen Zusammenarbeit. Brand im Wiener Atelier Sonnenhof. In der Werkstatt Kurt Zein entsteht die Radiersuite „Fliegende Blätter“.
Scheidl veranstaltet mit dem Tamamu Ensemble die Aufführungsreihe Der tanzende Pinsel in der Virgilkapelle in Wien.
1998 - Die Kunsthalle Krems zeigt den Zyklus „Fliegende Blätter“. Mit dem Kameramann Raphael Barth entsteht der Videofilm Der tanzende Pinsel.
1999 - Bücher-Ausstellung Buchzeit im Prunksaal der Nationalbibliothek Wien zusammen mit dem Maler Turi Werkner. 300 Reisetagebücher, Künstlerbücher und Malbücher von Scheidl und Werkner. Gleichzeitig sechs Performance-Abende mit in- und ausländischen Gästen. Reise nach Hongkong verbunden mit einer Ausstellung. Das Buch Fünf Freiheiten erscheint im Verlag Welz/Salzburg.
2000 - Ausstellung Five Freedoms in der Galerie Futura in Stockholm mit Performance. Neue Performanceabende Das Leben zeichnet und Die Keller der Nachtunter Regie von Katharina Puschnig und in Zusammenarbeit mit den Schriftstellern Wolfgang Hermann und Bernard Wallner. Live-Zeichnung des Bühnenbilds im Stück Jedermann, unter der Regie von Klaus Fischer.
2001 - Ausstellungsreisen nach Abu-Dhabi, Dubai und Marrakesch.
2002 - Fernsehfilm für den TV-Sender Bayern Alpha Multimediamaler Roman Scheidl von Martin Adel. Performancereihe PaperNET, Wien, Graz, Klagenfurt, Wattens. Veröffentlichung des Buchs Brushstroke – Pinselschriften im Verlag Bibliothek der Provinz.
2003 - Erste große Japan-Reise mit einer Ausstellung in Tokyo und der Performancereihe Tamamu Café. Veröffentlichung des Japanischen Reisetagebuchs Eine Reise nach Japan.
2004 - Eröffnungsausstellung in Eva Livijn-Olins neuer Galleri Futura in Stockholm. Zwölf Fernsehfilme zu den Texten von Axel Cortis Schalldämpfer für den TV-Sender Bayern/Alpha, zusammen mit Katharina Puschnig und dem Kameramann Gerald Frey.
2005 - Achtwöchige Japantournee mit dem Tamamu Ensemble und japanischen Mitwirkenden. Auftritte an der Expo 2005 in Aichi, an der Keio Universität in Tokyo, in Tsukuba, Noda, Nango und Hachinoe. Zehn weitere Zeichenfilme in Zusammenarbeit mit Katharina Puschnig und Gerald Frey.
2006 - Festival solysombra – bewegungwirdgestalt in Velden, Kärnten.
Malerei und Performance. Ausstellung Bilder des Poeten in der Galerie Welz, Salzburg. Zwölf Zeichenfilme für den TV-Sender Bayern Alpha.
2007 - Weltbilder, Zeichnungen im KubinHaus Zwickledt. Tamamu Café Vol. II im ORF-RadioKulturhaus Wien. Zehn Zeichenfilme für den TV-Sender Bayern Alpha.

TAMAMU
Roman Scheidl