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Das Gespräch der Hunde

(1609) Der vom Unglück verfolgte, aber fromme Jude Berl Landfahrer soll wegen einer unbeabsichtigten Hehlerei gehenkt werden, zur besonderen Strafe zwischen zwei Hunden. Die Nacht vor der Hinrichtung verbringt Landfahrer mit den zwei Hunden in der Zelle, ein magerer Strassenköter und der Pudel des verstorbenen Mordechai Meisl. Die Hunde kläffen, während er beten will. Das ärgert ihn und er will einen Bann über die beiden Hunde verhängen, dazu schreibt er einen magischen Spruch in den Staub. Doch er irrt sich in einem Buchstaben und statt der erwünschten Ruhe kann er nun die Hundesprache verstehen.

So hört er, wie der Pudel erzählt, wo der Meisl Geld für den unglücklichen Berl Landfahrer vergraben hätte, das er ihm hätte zeigen sollen, doch kenne er den Landfahrer nicht und hätte es ihm deshalb nicht zeigen können. Berl Landfahrer stellt sich daraufhin dem Pudel vor. Der Pudel freut sich und verspricht ihm am nächsten Morgen das Versteck zu zeigen. Da eröffnet Landfahrer dem Pudel, dass die drei am Morgen gehenkt werden sollen. Der Pudel kündigt an schnell zu entwischen, wenn jemand komme.

Am nächsten Morgen kommen aber statt des Henkers zwei vom Judenrat herein und eröffnen Berl Landfahrer, dass er begnadigt sei. Statt sich darüber zu freuen, verzweifelt er, weil der Pudel durch die offene Tür entwischt ist, bevor er ihm das Versteck hätte zeigen können. Den Rest seines Lebens verbringt er auf der Suche nach dem Pudel, man sagt deshalb über ihn, in der Nacht vor der Hinrichtung habe er seine Menschenseele verloren.

Besetzung