Brenneis, Bettina Brodacz, Anna Bruckmeier, Stephan Bruckschwaiger, Karl Brunner, Reinhold Brunnhuber, Rudolf Bukareva, Boriana Bulut, Özlem Bürcher, Eleonore Buresch, Wolfgang Burghofer, Gudrun Burgstaller, Hannes Burkert, Cornelius Busch, Holger Busch, Theresa Calanducci, Max Calella, Michele Castell, Dominik Cede, Michael Chamandy, Dan Chamandy, Jennifer Chamier, Daniel Chytil, Cathrin Clark, Arcola Claypool, Samantha Clemencic, René Confurius, Lucas Cortese, Roberta Cotten, Ann Croitoru-Weissman, Michael

Stephan Bruckmeier

Bruckmeier, Stephan

Autor und Regisseur.

Der österreichische Regisseur und Autor (* 1962) studierte zunächst Klavierpädagogik. Nach Regieassistenzen bei Karl Welunschek und Michael Schottenberg debütierte er 1987 als Regisseur mit einer gefeierten Neuinterpretation von Wolfgang Bauers Magic Afternoon mit Julia Stemberger und Fritz Hammel in den Hauptrollen. Claus Peymann engagierte Julia Stemberger von der Bühne weg an die Burg, Bruckmeier wurde auf seine Empfehlung hin mit dem Kainz Förderpreis ausgezeichnet. Stephan Bruckmeier gründete eine Theatergruppe und inszenierte u.a. im Hotel Orient, im Gasometer Simmering anlässlich der 100jahrfeier der SPÖ, in der Indisco P1 sowie im Theater Gruppe 80, beim Donaufestival, im Ensembletheater und im Theater der Kreis.

1992 holte Emmy Werner ihn ans Volkstheater, wo er mit „Weh dem, der lügt!“ von Franz Grillparzer, „Einen Jux will er sich machen“ von Johann Nestroy und der Uraufführung von „Opus 111“ von Gert Jonke hintereinander drei gewaltige Erfolge bei Presse und Publikum erzielen konnte. 1994 inszenierte er am Staatstheater Braunschweig zum ersten Mal außerhalb Österreichs. Nach Inszenierungen in Köln, Salzburg und Halle (Saale) gemeinsam mit Eva Hosemann Entwicklung eines Konzepts für das erste Theater für deutschsprachige Gegenwartsdramatik am Theater Rampe in Stuttgart. Alleine die Liste der Dichterinnen und Dichter, die in der Rampe gezeigt oder zu Gast waren, liest sich wie das Who ist Who der neuen deutschen Dramatik. Zu den ganz besonderen Highlights zählten sicher die Erstpräsentation von Sibylle Berg als Dramatikerin (Bruckmeiers Stückfassung wurde in „Theater Heute 07/99“ abgedruckt), das Autor in Residence–Stipendium für Felicia Zeller, die Uraufführung der 1. deutschen Nachdichtung von Valére Novarina, die Großveranstaltung zum 10. Todestag von Thomas Strittmatter, die Uraufführung von „Haus Frauen Sex“ der österreichischen Autorin Margit Schreiner, erfolgreiche Polengastspiele sowie die Einladung zu den internationalen Schillertagen ans Nationaltheater Mannheim.

Im Jahr 2000 wurde Bruckmeier für die Leitung des Niederösterreichischen Donaufestivals ausgewählt.Bis 2003 Intendant des „Theater Rampe Stuttgart“, bis 2004 des NÖ Donaufestivals. In den letzten beiden Jahrzehnten war er für über siebzig Inszenierungen verantwortlich (u.a. Neue Oper Wien, Taboris Kreis Wien, Volkstheater Wien, Schauspielerei Köln, Thaliatheater Halle, Kammeroper Wien, Hans Otto Theater Potsdam und die Neuköllner Oper Berlin).

Wichtige Uraufführungen waren u.a. 1990 Salome (Oscar Wilde/Gerhard Rühm) beim Theater Gruppe 80 Wien, 1992 Werner Schwabs Offene Gruben Offene Fenster (Eigenproduktion des Donaufestivals in Zusammenarbeit mit dem Volkstheater Wien), 1993 Opus 111 von Gert Jonke, wieder am Wiener Volkstheater, 1996 die Oper Aus allen Blüten Bitternis (Christoph Cech/Alfredo Bauer) an der Kammeroper Wien, 1999 die Deutsche Erstaufführung von Anselm Glücks Eiserne Mimosen am Theater Rampe Stuttgart und 2003 von Gilbert Handler, Andreas Sauter und Bernhard Studlar All about Mary Long beim Donaufestival.

Stephan Bruckmeier schrieb u.a. die Theaterstücke Bambule (Erstaufführung 1995),Die blaue Tundra (Erstaufführung 2000), Das kalte Gesicht und Blamage/Trio (Erstaufführung 2000) Er erhielt den Baden-Württembergischen Jugendtheaterpreis 1998, den Karl-Skraup-Preis 1993; für Ein paar Leute suchen das Glück und lachen sich tot (nach dem gleichnamigen Roman von Sibylle Berg) wurde er für den Mülheimer Dramatikerpreis 2000 nominiert. Außerdem erhielt er 1988 den Förderpreis zur Kainz-Medaille.

Stephan Bruckmaier