Scheid, Mine Scheidl, Roman Scheschareg, Steven Schiffer, Andreas Schindegger, Sebastian Schindel, Robert Schirmer, Oliver Schiske, Claudia Schmidinger, Marcus Schmidt, Mirjam Schmuckerschlag, Dagmar Schön, Thomas Schönmüller, Annette Schorsch, Gerda Schreiberhuber, Hapé Schrettle, Johannes Schubert, Georg Schuch, Barbara Schueler, Roland Schwahn, Mima Schwahn-Reichmann, Raja Schweitl, Katharina Schwendinger, Johannes Schwendinger, Michael Schwertsik, Kurt Schwetz, Matthias Schwin, Svetlana Seebacher, Walter Seefeld, Ingo Seisenbacher, Maria

Steven Scheschareg

Scheschareg, Steven

Bariton.

Der österreich-amerikanische Bariton ist einer der führenden Interpreten für neue Musik und Uraufführungen. Geschätzt für seine Vielseitigkeit, starke Bühnenpräsenz und markante Stimme erhielten seine Darstellungen von Rollen in Adriana Hölszkys Böse Geister und Mieczyslaw Weinbergs Der Idiot Auszeichnungen als „Uraufführungen des Jahres“ 2013 und 2014.
Er wurde in Brooklyn, New York als Kind österreichischer Eltern geboren und wuchs auf beiden Kontinenten auf. Schon als Kind sammelte er erste Bühnenerfahrungen in Broadway-Musicals und studierte danach Gesang bei Jan DeGaetani und Thomas Hampson, Dirigieren, Schauspiel und Geschichte an der Juilliard School und der Eastman School of Music in New York.
Nach seinen ersten erfolgreichen Engagements am Linzer Landestheater und bei der Neuen Oper Wien gastierte er an Theatern in Italien, Deutschland, Österreich, Portugal, Norwegen, Amerika und China mit klassischen Baritonpartien wie Escamillo in Carmen, Marcello in La Boheme, den Vater in Hänsel und Gretel, Don Pizarro in Fidelio und Mozartpartien wie Figaro, Guglielmo und Don Giovanni. Er debütierte an der Bayerischen Staatsoper München in der Partie des Leutnant Redburn in Brittens Billy Budd. In der laufenden Spielzeit singt er am Nationaltheater Mannheim und der Wiener Volksoper. Aufgrund seiner Opernerfolge erhielt er den George London Preis der Wiener Staatsoper.
Während seines Studiums mit Jan DeGaetani wurde zeitgenössische Musik ein wichtiger Teil seines Repertoires. Er besuchte die Ferienkurse für Neue Musik in Darmstadt, war Preisträger beim Wettbewerb Franz Schubert und die Musik der Moderne in Graz und sang neue Werke bei den Festivals Wien Modern, Zeitfluss, Hörgänge und steirischer herbst. Sein Debüt bei den Salzburger Festspielen feierte er mit der österreichischen Erstaufführung von Galina Ustwolskajas Symphonie Nr. 5. Er singt regelmäßig mit den auf moderne Musik spezialisierten Ensembles Klangforum Wien, RSO Wien und Neue Oper Wien unter Dennis Russell Davies, Johannes Kalitzke, Kent Nagano und Walter Kobera. Auf der Opernbühne hat er die Titelrollen in Olga Neuwirths The Outcast, Wolfgang Sausengs Das Staunen des Ezechiel, Adriana Hölszkys Böse Geister und Peter Androschs Zeichner im Schnee uraufgeführt. Er hat Rollen in Max Brands Maschinist Hopkins (Titelrolle) sowie in Bergs Lulu, Ligetis Le Grand Macabre, Messiaens St. Francois, Reimanns Lear, Beat Furrers Narcissus (in Venedigs „La Fenice“), Schönbergs Von Heute auf Morgen, Davies’ The Lighthouse, Heggies Dead Man Walking (Theater an der Wien) und Glass’ Fall of the House of Usher gesungen. Am Nationaltheater Mannheim sang er die Rolle des Parfjon Ragoschin in der Uraufführung von Mieczyslaw Weinbergs Der Idiot.
Als Konzertsänger tritt er regelmäßig im Wiener Konzerthaus auf und hat schon im Wiener Musikverein und Arnold Schönberg Center, Linzer Brucknerhaus, Grazer Stephaniensaal, New Yorks Lincoln Center, Kennedy Center in Washington, DC, Am Gasteig in München sowie in Hamburgs Musikhalle gesungen. Mit dem Radio Symphonie Orchester Wien, Bruckner Orchester Linz und London Symphony Orchestra sang er unter Dennis Russell Davies, Michael Tilson Thomas, Michael Gielen und Hans Graf.
Auf CD erhältlich sind seine breitgefächerten Darstellungen als Max Brands Maschinist Hopkins, Ezechiel in Wolfgang Sausengs Das Staunen des Ezechiel, General Kantschukoff in Suppes Fatinitza, Nancy van de Vates Hamlet und All Quiet on the Western Front sowie Lieder von Barber, Copland, Von Einem, Mozart und Pleyel. Weil seine Eltern aus Österreich vertrieben wurden, sind ihm Exilkomponisten eine Herzensangelegenheit. Als CD ist erschienen: Musik der Vertriebenen mit Liedern und Cabaret Songs von Schönberg, Schreker, Max Brand und mit den ersten Aufnahmen von Zemlinskys amerikanischer Lieder für Bariton.
In nächster Zeit singt er in der Uraufführung von Berhard Langs Oper Der Golem am Nationaltheater Mannheim, Salvatore Sciarrinos Quaderno di Strda in Wien sowie Mahlers Das Lied von der Erde mit dem New Jersey Symphony.

Steven Scheschareg