Kellner, Zoltan Kenyeri, Helene Kerbl, Thomas Khanamiryan, Astghik Kinder, Hermann Kircher, Axel Kircher, Markus Klaus, Händl Klebel, Raimund Klein, Richard Klemencic, Daniela Klimbacher, Georg Klingler, David Klinkhardt, Leif Knafl, Arnulf Knapp, Radek Knaupp, Martin Kohlhofer, Christian Köhlmeier, Michael Kohlweis, Martin Kohlweiss, Iris Kölbl, Clemens Köller, Katharina Költringer, Andrea König, Franz Kopacinski, Jacqueline Korak, Sonja Körber, Anita Kornaraki, Stamatia Korner, Marianne

Thomas Kerbl

Kerbl, Thomas

Dirigent.

Die Karriere des 1965 geborenen Dirigenten Thomas Kerbl begann bereits in frühen Jahren und nahm ihren Ausgangspunkt am Klavier. Parallel zu seinem Klavierstudium am Brucknerkonservatorium, das er damals als jüngster Kandidat mit 17 Jahren mit "Auszeichnung" abschloss begann eine umfangreiche Konzerttätigkeit als Solist und Liedbegleiter. Neben Klavierkonzerten von Mozart bis Martinu, über 500 Liederabende im europäischen Raum, waren es vor allem die 16 Abende der zyklische Gesamtaufführung des gesamten Klavier-, Kammermusik- und Liedwerkes von Claude Debussy, welche 1986/87 dem damals knapp 20 jährigen Künstler große Anerkennung brachte.
Am ehemaligen Brucknerkonservatorium wurde ihm mit 27 Jahren die Leitung der Lied- Oratoriumklasse anvertraut. Die Anton Bruckner Privatuniversität Linz ernannte ihn 2005 zum Direktor des "Institutes für Gesang und Stimme"; zudem leitet er beide Masterstudienrichtungen; jene für "Lied und Oratorium" und das neue "Opernstudio" Zahlreiche Preise und Auszeichnungen erhielt der Künstler bisher, darunter den begehrten "Bühnenkunstpreis des Landes OÖ".
Seit 1995 intensivierte sich die Arbeit als Dirigent und bildet mittlerweile den künstlerischen Schwerpunkt in seiner Arbeit.
In Zusammenarbeit mit dem "Forum St.Severin" und dem Linzer Brucknerhaus sorgt Thomas Kerbl seit 15 Jahren für vielbeachtete Aufführungen von Passionen und Oratorien.  Die Aufführung der "Matthäus Passion" von G.Sebastiani nimmt die A.Bruckner Universität 2006 zum Anlass, Thomas Kerbl zum Univ.Prof zu habilitieren.
Große Beachtung fand schließlich sein Zyklus der Opern von W.A. Mozart für das Stadttheater von Bad Hall. Für diesen Zyklus erhielt er den "Bühnenkunstpreis des Landes OÖ".
Falls er nicht die musikalische Laufbahn eingeschlagen hätte, würde Thomas Kerbl seiner zweiten großen Leidenschaft noch intensiver nachgehen - seiner Beschäftigung mit zeitgeschichtlichen Forschungen. Künstlerisches Ergebnis dieser Arbeit ist seit 2000 eine umfassende Aufarbeitung unter dem Titel "Wider des Vergessens". Für internationales Aufsehen sorgte seine OÖ Erstaufführung der Oper "Der Kaiser von Atlantis" von Viktor Ullmann im Jahr 2000; die Premiere wurde europaweit via 3 SAT ausgestrahlt. 2003 folgte das große symphonische Oratorium "The Song Of Terezin" von Franz Waxman (u.a. gemeinsam mit den Wiener Sängerknaben) mit europaweiten Aufführungen wie in der Staatsoper von Prag, sowie die Kammeroper "Das Tagebuch der Anne Frank" von Grigori Frid. Von der Österreichischen Bundesregierung wurde er eingeladen den großen Festakt der Feier zur Wiederkehr "60 Jahre Republik Österreich" künstlerisch zu leiten.

Thomas Kerbl