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Der Maler Brabanzio

Kaiser Rudolf II, ein besessener Kunstsammler, gerät ein kleines Bild des Prager Malers Brabanzino in die Hände, das er als Meisterwerk erkennt. Er besucht inkognito den Maler in seinem Atelier. An der Wand hängt ein kleines Bild, das ihn fasziniert. Er rät dem Maler, auf der Burg sein Glück zu versuchen, doch Brabanzino will davon nichts wissen, denn es hat sich schon herumgesprochen, dass der Kaiser allen das Salair schuldig bleibe.

Mordechai Meisl betritt das Atelier. Er hofft, dass der Maler ihm ein Portrait seiner vor langer Zeit verstorbenen Frau Esther malt, die er nicht vergessen kann. Er versucht, Esther zu beschreiben. Brabanzino kann aber nach diesen Beschreibungen mit den Augen der Liebe kein Porträt malen. Doch dem Kaiser Rudolf dringen die Worte von Meisl ins Herz und er zeichnet gedankenverloren aus der Erinnerung das Gesicht seiner Geliebten aus den Träumen, die er nie vergessen konnte. Selbst ist er mit der kleinen Zeichnung nicht zufrieden, sie scheint ihm zu oberflächlich. Er lässt sie liegen und verlässt das Atelier mit dem Vorsatz, am nächsten Tag einen Kämmerer um das kleine Gemälde von Brabanzino zu schicken.

Ein Windstoss bläst die Zeichnung des Kaisers vor die Füsse Meisls und des Malers. Meisl erkennt auf dem Bild seine verstorbene Frau und honoriert den verwunderten Maler grosszügig.
Am nächsten Tag findet der Kammerdiener des Kaisers das Atelier des Brabanzino leer vor. Mit den acht Gulden des Meisl hat sich der unstete Maler auf eine Reise gemacht.

Besetzung