Spiess, Roman Springer, Ute Spuller, Wilhelm Starzinger, Jakob Stefan, Stephan Steger, Roman Steker, Georg Stemberger, Veronika Stempkowski, Thomas Stift, Linda Stopa, Grzegorz Strahlegger, Günther Strehlau, Bärbel Strnad, Petr Strobl, Bruno Strouhal, Ernst Stump, Petra Sushon, Anna Svetlicic, Karlo Swardt, Amora de Sweeney, John Szederkenyi, Julia Szederkenyi, Katrina Szederkenyi, Nandor Szederkenyi, Nora Tagwerker, Lukas Tanzler, Barbara Taschner, Rudolf Taschwer, Klaus Teherani, Kevan

Wilhelm Spuller

Spuller, Wilhelm

Tenor und Komponist.

Seine vielseitige musikalische Grundausbildung erhielt der lyrische Tenor Wilhelm Spuller in seinem Heimatort Wiesen im Burgenland (Österreich). Nach Abschluss seines Kompositionsstudiums an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien begann er seine gesangliche Ausbildung im Herbst 2008 bei KS Kurt Widmer in Basel, von dem er immer noch sängerisch betreut wird. An der Konservatorium Wien Privatuniversität absolvierte er parallel dazu die Liedklasse von KS Birgid Steinberger und Carolyn Hague. Eine weitere wichtige Lehrerin des jungen Sängers ist Olga Kolo-Warla. Meisterkurse besuchte er u. a. bei Kurt Widmer, Helmut Deutsch, Roger Vignoles und Breda Zakotnik.
Kennzeichnend für seine musikalische Vielseitigkeit ist auch sein Repertoire als Sänger: Deutsches Lied, Lieder aus dem italienischen und französischen Raum, Oratorien, Messen, diverse Opernrollen (von Barock bis Uraufführungen), zeitgenössische Liederzyklen sowie Werke aus der spanischen und lateinamerikanischen Vokalliteratur. Partien und Lieder gestaltet er mit Stilsicherheit und sprachlicher Subtilität, in der Leichtigkeit seiner Ton-gebung schwingt unüberhörbar der Ausdruck inneren Erlebens mit, welches das Publikum unmittelbar in seinen Bann zieht.
Im Mai 2010 gab er sein Debut auf der Opernbühne als Peneo Fiume in Tomaso Albinonis Il Nascimento dell’Aurora an der Wiener Kammeroper in der Regie von Kristine Tornquist. Im Sommer 2010 sang er den Damon in Händels Oper Acis and Galatea unter der Leitung von Martin Haselböck. Im Herbst 2011 war er in der Kinderoper Aladdin und die Wunderlampe auf der Wiener Staatsoper zu sehen. An der Neuen Oper Wien sang er im Frühjahr 2012 den Regisseur Grünberg in Woyzeck 2.0 unter der Leitung von Walter Kobéra, im Herbst 2012 debütierte er am Theater an der Wien in der Oper Premiere von Tristan Schulze. Im Jänner 2014 sang er im Rahmen des Festivals »400 Jahre Oper in Salzburg« die Titelrolle in Monteverdis L’Orfeo. Im Oktober 2014 debütierte er am Wiener Volkstheater in Kurt Weills Die sieben Todsünden.
Mit besonderer Hingabe widmet sich Wilhelm Spuller dem Liedgesang. Seit 2010 arbeitet er intensiv mit der Pianistin Maiko Ripplinger in einem Liedduo zusammen. Neben den großen Liederzyklen wie u.a Schuberts Winterreise, Beethovens An die ferne Geliebte oder Wolfs Gedichte von Eduard Mörike verwirklichen sie auch unkonventionelle Programme mit Uraufführungen. Ein besonderes Projekt war 2013 die Erforschung von Schumanns 20 Lieder und Gesänge aus dem Lyrischen Intermezzo im Buch der Lieder – der Urfassung der Dichterliebe, die Wilhelm Spuller aus Schumanns Manuskript transkri-bierte und die das Liedduo 2013 mehrmals zur Aufführung brachte.
Seine Erfahrung als Sänger gibt er als Gesangspädagoge weiter, seine pädagogische Tätigkeit als Lehrer für die Fächer Komposition, Kontrapunkt, Harmonielehre und Formenlehre führte ihn u. a. ans Joseph-Haydn-Konservatorium Eisenstadt und an die Musikschule der Stadt Wien, wo er die Klasse für Komposition leitet.
Als Komponist gewann Wilhelm Spuller mehrere Kompositionspreise und Auszeichnungen (u. a. Kompositionspreis der Winteruniversiade Innsbruck/ Seefeld, Jenö-Takács-Kompositionspreis, Förderpreis der Burgenlandstiftung Theodor Kery). Auftragswerke schrieb er u. a. für den Arnold Schoenberg Chor, den Wiener Kammerchor, die Wiener Sängerknaben, das sirene Operntheater oder Windkraft Tirol. Im Haydn-Jahr 2009 bekam er ein Kompositionsstipendium der Alban Berg Stiftung für das Werk eSTACIONes – Jahreszeiten für Kammerorchester, Sprecher und Sopran. Im Rahmen von Lisztomania 2011 programmierte und gestaltete er einen eigenen Konzertabend – Eigenkompositionen trafen auf Kompositionen von Franz Liszt.

Wilhelm Spuller