Die Presse, 30. April 1998, Harald Hofmeister

Teuflische Übergabe eines Heiligtums


Die Jesuitenkirche ist nach 12 Jahren Arbeit saniert. Bei der feierlichen Übergabe - am 14. Mai - sind Teuferln im Spiel.
Es gibt nicht viele Kirchen, deren Erhaltung reine Bundessache ist. Die Jesuitenkirche am Ignaz-Seipel-Platz ist eine davon. Das hocbarocke Gesamtkunstwerk von Andrea Pozzo wurde in den vergangenen Jahren von Grund auf saniert - aussen, innen, von der Fassade bis zu den Kirchenbänken. Ausserdem versuchte die Bundesbaudirektion das ursprüngliche Erscheinungsbild wiederherzustellen und das Gebäude gleichzeitig mit modernster Technik auszustatten. 103 Millionen Schilling (7,4 Millionen Euro) investierte man in den Bau, der Teil eines der ältesten Wiener Ensembles - des alten Universitätsviertels - ist.
Die feierliche, wenn auch symbolische Übergabe an die Jesuiten erfolgt am 14. Mai. Aus diesem Anlass wird ein traditionelles Jesuitentheaterstück ("Hirlanda") aufgeführt. Der Part der kleinen Teuferln wurde Mittwoch geprobt.

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