Vogel Herzog Idiot

Drei Miniaturopern für Bassbariton und Kammerensemble

„Vogel Herzog Idiot“ verbindet drei kurze Opern, die jeweils eine bekannte Figur der Opernliteratur ins Zentrum stellen. Zusammen mit künstlerischen Weggefährten hat Bassbariton Rupert Bergmann in mehrjähriger Vorbereitungszeit diese Idee und das Konzept dazu entwickelt und die Auswahl – Boris, Blaubart und Papageno - getroffen, die durchaus der Liste seiner Wunschrollen entstammt. In enger Kommunikation mit den künstlerisch Beteiligten entstanden drei sehr unterschiedliche Werke, die durch den Protagonisten eine dramaturgische Klammer erhalten. Sie kommen hier an einem Abend zur Aufführung, könnten aber auch für sich alleine stehen. Die unterschiedliche Generation und Herkunft der Komponistinnen Tsepkolenko (Ukraine) und Doderer (Österreich) und des Komponisten Gryllus (Ungarn) und der damit gespannte ästhetische wie geografische Bogen sind weitere spannende Elemente dieser Produktion.

In seiner Lebensmitte, vielleicht in der Mitte der Karriere fragt sich ein Opernsänger, ob er schon alles erreicht hat, was er sich einmal als junger Musikstudent vorgenommen hat. Bereits auf vielen Bühnen stand er, auf großen und kleinen, und spielte schon unterschiedlichste Rollen, große und kleine. Dennoch sieht er sich noch in manch anderem Kostüm und stellt sich die gewaltigen Töne des Boris Godunow vor und die sieben Türen des Herzog Blaubart. Und warum durfte er als Papageno noch immer nicht die Menschen zum Lachen bringen? Wie im Traum macht er sich auf eine Reise mit Ernst und Augenzwinkern durch das Reich seiner Wünsche, an deren Horizont vielleicht die Selbsterkenntnis wartet.