Johanna Doderer

Doderer, Johanna

© Johanna Doderer

Komponistin.

Johanna Doderer ist eine österreichische Komponistin. 1969 in Bregenz geboren, studierte Johanna Doderer in Graz bei Beat Furrer (Komposition) und später in Wien bei Klaus Peter Sattler (Film- und Medienkomposition) und Erich Urbanner (Komposition). Sie lebt in Wien. Einen wesentlichen Stellenwert in ihrem Schaffen hat die regelmäßige Arbeit mit Künstlern wie z. B. Patricia Kopatchinskaja, Sylvia Khittl-Muhr, Marlis Petersen, Ulf Schirmer und Edua Zadory.
Johanna Doderers Werk erstreckt sich von der Kammermusik über Orchesterwerke bis hin zu Opern. Im Musiktheater sieht sie einen besonderen Schwerpunkt ihrer Arbeit.
Am 1. September 2006 wurde ihre zweite Oper „STROM“ im MuseumsQuartier Wien erfolgreich uraufgeführt. Am 27. September 2006 war sie mit einem neuen Auftragswerk (Für Akkordeon und Streicher 1, DWV 45) beim internationalen Festival Klangspuren in Schwaz (Österreich) vertreten. Im Rahmen des Haydn-Jahres 2009 wurde ihr 2. Klaviertrio in Eisenstadt und London aufgeführt. Im Mai 2009 wurde Doderers Salve Regina im Rahmen der Konzert-Reihe Paradisi Gloria in München uraufgeführt. Im selben Monat fand die Uraufführung von Doderers Antonia-Pozzi-Liederzyklus in Mailand statt. Im Rahmen von Linz Kulturhauptstadt 2009 wurde Doderers Studie über Zaha Hadids Gemälde Vision for Madrid uraufgeführt.
2010 wurde auf Wunsch von Bundespräsident Heinz Fischer Johanna Doderers Streichquintett während der Feierlichkeiten seiner Angelobung im österreichischen Parlament gespielt. Ein weiterer Höhepunkt im Konzertkalender 2010 war die Uraufführung von Doderers vierter Oper Der leuchtende Fluss in der Neuen Oper Erfurt/Deutschland Ende Oktober. Der leuchtende Fluss behandelt das Schicksal von Ira Hayes, der durch das Photo Raising the Flag on Iwo Jima zu Ruhm gelangte, aber daran zerbrach.
Seit 2010 setzte sich die Komponistin mit Werken Ingeborg Bachmanns und Paul Celans auseinander; am 27. April 2011 brachte die Sopranistin Ildiko Raimondi (Wiener Staatsoper) mit einem Quartett der Wiener Philharmoniker Doderers Liederzyklus sub rosa nach Gedichten von Bachmann in der Josephskapelle der Wiener Hofburg zur Uraufführung.
Am 10. Dezember 2012 widmete die Kunstuniversität Graz der Komponistin eine Personale.
Anlässlich des Staatsaktes zur Hundertjahrfeier der Republik Österreich in der Wiener Staatsoper am 12. November 2018 wurde der 2. Satz ihrer 2. Symphonie von den Wiener Philharmonikern gespielt und von Ádám Fischer dirigiert.
Johanna Doderer wurde am 18. September 1969 in Bregenz als Tochter des Fachlehrers Wilhelm (Helmo) Gustav Erich Doderer (* 1918) und seiner Frau Maria Sommerauer (* 1938) geboren. Sie ist die Schwestern von Imogena Doderer (* 4. Mai 1975), Journalistin beim ORF und Filmemacherin, und die Großnichte des Schriftstellers Heimito von Doderer. Zudem ist Johanna Doderer eine Ur-Urenkelin des Architekten Carl Wilhelm von Doderer.

Auszeichnungen
2001 Wiener Symphoniker-Stipendium
2002 Österreichisches Staatsstipendium für Komponistinnen und Komponisten
2002 Kulturpreis der Stadt Feldkirch
2002 Kulturpreis der Stadt Wien (Sparte Musik)
2004/2005, 2013 Composer in Residence, Wiener Concert-Verein
2004 SKE Publicity Preis
2014 Ernst-Krenek-Preis
2018 Composer in Residence (Millstätter Musikwochen)

Münchner Rundfunkorchester, Wiener Symphoniker, Royal Liverpool Philharmonic (Ensemble 10/10), Brucknerorchester, Haydn-Trio Eisenstadt, Wiener Concert-Verein, Klangspuren Schwaz, Bregenzer Festspiele, Festival Montepulciano, A•DEvantgarde-Festival in München, Camerata Academica Salzburg, Klangforum Wien, Die Reihe, Pierrot Lunaire Ensemble, Ensemble Europeo Antidogma Musica Torino, Sounding London, Savaria Symphonieorchester Szombathely, , sirene Operntheater, Festival Internazionale di Musica Antica e Contemporanea Torino, Festival Nuovi Spazi Musicali Roma, Musikwerkstatt Wien, Ensemble Plus, Open Music Graz, Österreichisches Ensemble für Neue Musik Salzburg, Ensemble Lux, Ensemble Linz 09 etc.

Johanna Doderer