Ö1 Leporello, 22.05.2015, Christa Eder

René Clemencic vertonte das Gilgamesch-Epos

Das Leben und seine Endlichkeit; die Liebe und deren Verlust; die Hybris und der Abgrund. Das sind die Stoffe der großen Mythen aller Völker. Der Komponist René Clemenic hat sich der ältesten überlieferten literarischen Erzählung angenähert: dem Gilgamesch Epos. Die Wahrheiten, die er darin fand, drückt er auf seine Art aus: in der Sprache der Musik. Heute Abend bringt das sirene Operntheater Clemencics zum Oratorium vertonten Gilgamesch in der Wiener Brotfabrik zur szenischen Uraufführung. Kristine Tornquist hat das Libretto verfasst. Am heutigen Premierenabend wird der Philosoph Burghardt Schmidt vor der Aufführung über dieses uralte mythische Thema sprechen; an den weiteren Tagen folgt ein ebenso dichtes Rahmenprogramm mit Vorträgen zu den verschiedensten, auch zeitgenössischen Aspekten des Epos.

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