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Oper zwischen Tieren und Menschen

Die Tiere eines kleinen Zirkus führen ein Doppelleben als Artisten, so ist die Hochseiltänzerin auch eine Tigerin, der Clown ein Elefant, die bärtige Dame ein Affe und der Dompteur ein Bär, wodurch die Beziehungen zwischen ihnen ein komplexes und doppeldeutiges Netz ergeben. Im Zusammentreffen von Mensch und Tier findet sich für eine Oper ein Spannungsfeld zwischen Tag- und Nachtseiten der Figuren, die Möglichkeit, einander widerstrebende oder unbewusste Motive darzustellen.

Das Tier fungiert als missverstanderer Stellvertreter der Leidenschaft oder als Ausweg des Triebes aus einer Zivilisation des Triebverzichts und bleibt doch auch sein eigener Gegenspieler. Noch über den schönen Schein hinaus entwickelt sich eine recht verwickelte Geschichte aus Kriminalfall und Leidenschaft und führt die Protagonisten über zunehmende Verwirrung ihrer Egoismen und Intrigen in die Katastrophe, bis der allwissende Zirkusdirektor, begleitet von der kleinen Zuversicht, mit seiner magischen Nummer eingreift und die eskalierenden Triebe wieder zurück in den Käfig der Zivilisation zaubert.


Circus - ein Cliché

Circus bezeichnete urspünglich die Pferde- oder Wagenrennbahnen. Den ersten Zirkus im heutigen Sinne, der allerdings damals diesen Namen noch nicht trug, gründete 1768 ein Offizier der englischen Kavallerie, Philip Astleyby. Bis 1770 gestaltete er das Programm mit Vorführungen zu Pferde. Dann traten auch Jongleure, Akrobaten, Clowns, Musiker und Seiltänzer auf. Auf die Idee, das Amphitheater Zirkus zu nennen, kam Charles Hughes 1782. Astleyby entwickelte 1803 in London ein festes Theatergebäude. Ernst Jacob Renz errichtete Zirkusbauten in Breslau, Berlin, Bremen und Hamburg.

1887 eröffnete Carl Hagenbeck seinen ersten Zirkus und machte mit seiner "zahmen Dressur" der Raubtiere von sich reden. In Wien gab es im Hetztheater (1755-1796 in der Wiener Vortstadt Weissgerber) zwischen den Tierhatzen immer auch artistische Vorführungen, das erste fest Theatergebäude wurden 1808 für den Kunstreiter Christoph de Bach auf der heute noch so genannten Zirkuswiese errichtet - ein hölzerner Rundbau mit 13 Logen und 3 Galerien mit einer grossen Glaskuppel, die Vorstellungen im Tageslicht möglich machten.

Ein Theaterbau wurde 1853 für den Zirkus Renz in der heutigen Zirkusgasse errichtet und hatte bereits 3559 Sitzplätze! 1888 galt unter den vielen Zirkusvarietés, die es im Wien der Belle epoche gab, das Ronacher als das Zentrum der Sensationen. Erst in den Zwanziger Jahren kamen Zirkuszelte und Trapeze in Mode.