Hauskonzert in der Galerie Mana

Die zweite Schlacht
Galerie Mana. 18. September 2013
im Rahmen der Hausmusikreihe der Galerie Mana

ensemble sirene mit Vokalmusik
Sopran. Maria Eckert. Susanne Kurz
Alt. Claudia Haber. Kanako Shimada
Tenor. Jury Everhartz. Richard Klein
Bass. Akos Banlaky. Lukas Haselböck

In den 1980er Jahren veranstaltete der Schmuckkünstler Florian Wagner als Begleitprogramm zur bildenden Kunst, eine Konzertreihe in seiner Galerie Mana im Wiener Siebensternviertel – und etablierte sie als gefragten und viel frequentierten "Ort für aktuelle Musik". Häufiger Besucher war damals der Pianist und Komponist Oskar Aichinger. 2011 haben Wagner und Aichinger das kleine Musikfestival in der Schmuckgalerie unter dem Titel "Das neue Hauskonzert" mit Erfolg wiederbelebt. Der "rote Faden" bei der Programmierung des Festivals seien sie selbst, sagen Florian Wagner und Oskar Aichinger. Die stilistische Bandbreite reicht von Kammerjazz über Kunst-Pop bis hin zu Neuer Musik. Wichtigster Parameter sei dabei die musikalische Interaktion. Statische elektronische Darbietungen sind in der Galerie Mana ebenso wenig gefragt wie allzu klassisches Vom-Blatt-Spielen. Das "Neue Hauskonzert" soll improvisiert, experimentell und zeitgenössisch sein. Mit dem etwas antiquierten Flair der "Hausmusik" aus guter alter Zeit habe das, so Oskar Aichinger rein gar nichts zu tun.
Die private, ja intime Atmosphäre des Musikfestivals in der Galerie Mana erleichtere die Kontaktaufnahme zwischen Künstlern und Publikum. Und ermögliche es, so Cellistin Margarete Herbert, allfällige Hürden bei schwierigeren musikalischen Zugängen zu überwinden. Ein Abend mit doppelchörigen Motetten der italienischen Renaissance. Liebeslieder, Dramolette, Schlachtenlärm. Rein vokales Theater, man muss nicht sehen, um so ein Drama zu erleben. Theater, himmelhochjauchzend, zu Tode betrübt, und dann alle gegen alle.