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Der neue Merker, 29.6.2009 - Hans Peter Nowak

sireneOperntheater – Zyklus „NACHTS“, 3.7. – 17.7.


Akos Banlaky - "Der Stern des Wallenstein"
Zur Abwechslung ein Krimi mit Liebesgeschichte und viel Frauenstimme, gesungen von Nina Plangg als Lukretia von Landegg (sie war schon als kroatische Sängerin zu hören). Gernot Heinrich ist Waldstein (Wallenstein) als 23jähriger, ehrgeiziger Offizier. Der Astronom Kepler ist Armin Gramer, ein Countertenor, der mich im 1. Stück als Engel Asael beeindruckt hatte. Kein Kaiser mit Kammerdiener, kein Rabbi Löw, Mordechai Meisl als vorgesehenes Opfer einer Erpressung ist stumm zum Zusehen verurteilt und wird mit ständiger Verpflegung ruhiggestellt. Barvitius, der Anführer einer Diebsbande, ist Andreas Jankowitsch, er ist eingesprungen und war uns schon in der "Sarabande" als Baron Juranic begegnet. Die Musik von Banlaky ist sehr verschieden von den vorherigen Opern und passt doch wunderbar in den Zyklus. Akkordeon, Harfe und Keyboard bringen neue Töne in das Geschehen, imitieren gekonnt Tierstimmen und machen auf andere Vokalwerke des Komponisten neugierig.

Gernot Schedlberger - "Der Heinrich aus der Hölle"
Wieder eine Abwechslung. Bekannt sind der Kaiser und sein Diener, aber Rabbi und Meisl kommen nicht mehr vor. Die Musik klingt zunächst ungewohnt, aber nach kurzem Einhören vertraut und passend. Die Stimmlagen geraten etwas durcheinander, Geheimsekretär und Oberstallmeister werden durch 2 Sängerinnen, Ingrid Haselberger und Ingrid Habermann dargestellt, eine Kartoffel schälende Mutter durch Apostol Milenkov, einen tiefen Bass. Deren Sohn ist der Heinrich aus der Hölle, und das ist wieder der Countertenor Armin Gramer. Und so ist die 8. Oper im Zyklus wieder anders und besonders interessant. Köstlich die Begegnung zwischen marokkanischem Gesandten (das ist eben der Heinrich) und dem Kaiser, mit Dolmetscher, zu dem der Kammerdiener wird, man denkt an den um diese Zeit stattgefundenen G8-Gipfel. Neu ist eine Anzahl von Anmerkungen im Programmheft, auch mit historischen Belegen. Aber die Geschichte steht ebenso bei Leo Perutz. Der Komponist dirigierte persönlich.

Christof Dienz - "Das Gespräch der Hunde"
Kein Kaiser, kein Rabbi Löw, kein Mordechai Meisl, nur dessen Nachlass ist gegenwärtig. Ein Countertenor als Hauptperson. Bernd Landauer, 2 Wächter mit Megaphon: Gottfried Falkenstein und Günther Strahlegger sowie 2 Hunde, gesungen von Bernd Lambauer und Richard Helm, aber auch als Puppen hinreissend echt bewegt. Zweimal, wenn der Text "heff,heff, wau, wau" lautete, mischte sich ein einer Besucherin gehörender Hund aus dem Freien ein - Hunde brauchten offenbar keine Kabbala, um auf hündisch zu verstehen, wie es dem Haupthelden erst zu Ende gelang. Ein Satyrspiel... doch mein Kaiser, mein Kaiser geht mir ab. Wo ist die 10. Oper? Es gibt nur 9, und die werden nächstes Jahr wiederholt. Der "Neue Merker" wird rechtzeitig aufmerksam machen.

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