Marco Di Sapia

Di Sapia, Marco

© Marco di Sapia

Bariton.

Marco Di Sapia ist seit September 2013 festes Ensemblemitglied der Wiener Volksoper. Er ist in seinen Hauptrollen zu hören wie Papageno, Danilo, Sweeney Todd, Falke. Seit seinem Hausdebüt als Lord Cookburnin „Fra Diavolo”(2009) hat er u.a. Rollen wie Morales (Carmen), Notaro (Gianni Schicchi) und Dr. Cajus (Die lustigen Weiber von Windsor) gesungen. Im September 2015 trat er ausserdem als Kowaljoffin Shostakowitschs „Die Nase“ mit der Neuen Oper Wien in Wien und Budapest auf. Neben seinen Auftritten an der Volksoper Wien, hat sich Marco Di Sapia in den letzten Jahren in der europäischen Theaterlandschaft mit breit gefächertem Repertoire etabliert. 2012/13 sang er in den französischen Erstaufführungen von „Jetzt” (Mathis Nitschke) und „What next?” (Elliott Carter) an der Opéra National de Montpellier, Alidoroin „La Cenerentola“ am Nationaltheater Bukarest und Guglielmoin „Così fan tutte“ mit dem Sommerfestival MurtenClassics. Rollen in vorangegangenen Saisonen waren unter anderem Belcorean der Opéra de Limoges, dem Opéra Théâtre de St. Etienneund derOpéra de Rouen, Daniloam Staatstheater Kassel, Zamti in der Weltpremiere von Cherubinis verloren geglaubter Oper „Koukourgi” am Stadttheater Klagenfurt, Cavaliere Belfiore in Verdis „Un giorno di regno“ am Teatro Polizianosowie Don Profondoin Rossinis „Il viaggio a Reims“ am Staatstheater Nürnbergund in einer Tournee-Produktion desCentre Français de Promotion Lyrique, die ihn an zahlreiche wichtige französische Bühnen wie Reims, Bordeaux, Toulouse, Marseille, Nizza und Nancy führte. Weiter wichtige Debüts in Frankreich waren an der Opèra de Lyon, der Opéra de Toulon, und in 2007 an der Opéra National de Montpellier, wo er an der Seite von Roberto Alagna in Massenets „Le Jongleur de Notre-Dame“, in der Uraufführung von „Affaire Étrangère“ (Valentin Villenave) und als Jupiterin Offenbachs „Orphée aux Enfers“ mitwirkte.Marco Di Sapia feierte zahlreiche Erfolge in Mozart-Rollen unter anderem auch als Don Giovanniund Leporello, welche er beide an der Mongolischen Staatsoper in Ulan Bator interpretierte. Weiters die Vier Bösewichte („Hoffmanns Erzählungen“) an der Städtischen Oper Stettin, Faninal („Der Rosenkavalier“) an derStaatsoper Danzig, Plistene („La grotta di Trofonio“ Antonio Salieri) im Wiener Konzerthaus, Mirkoin der Welturaufführung von „Eine MarathonFamilie“ (Isidora Žebeljan) bei den Bregenzer Festspielen, Danilo beim Operettensommer Kufstein sowie Pappacoda in „Eine Nacht in Venedig“ und Boris in Schostakowitschs einziger Operette „Moskva, Cheremushki“, beide an der Wiener Kammeroper. Sein professionelles Bühnendebüt erfolgte im Jahr 2000 als Sidin Brittens „Albert Herring“ mit der Neuen Oper Wien, mit der er in Folge in zahlreichen zeitgenössischen Partien zu hören war, unter anderem mit dem sirene Operntheater in der Oper "Das Krokodil" von Jury Everhartz. Marco Di Sapia wurde in Genua geboren und wuchs in Rom auf, wo er seine Schauspielausbildung erhielt. In Italien spielte er in einigen Theater-, Film-und Fernsehproduktionen, ehe er sich dem Gesang zuwandte. 1997 zog er nach Wien, wo er am Konservatorium im Hauptfach Sologesang sowie an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien in musikdramatischer Darstellung (Oper) sowie in Lied und Oratorium diplomierte.

Marco di Sapia