Das Jugendstiltheater am Steinhof
Das historische Jugendstiltheater wurde zwischen 1904 und 1907 nach Entwürfen von Franz Berger als Teil der Otto-Wagner-Gesamtanlage Am Steinhof errichtet. Ursprünglich diente der prachtvolle Bau mit seiner charakteristischen weiß-goldenen Fassade als Gesellschaftshaus und Therapiestätte für die Patienten der Heilanstalt. Nach langem Dornröschenschlaf und einer temporären Nutzung durch die freie Szene ab den 1980er-Jahren stand das architektonische Juwel aufgrund von
Sanierungsbedarf von 2012 bis 2022 leer. Nun wandelt sich das denkmalgeschützte Theater wieder zu einem Zentrum für zeitgenössische Theater- und Opernproduktionen.
Wien Wiki Geschichte: Am-Steinhof-Theater
Mildred Michèle Joerg-Ronceray: Ein besonderes Haus
Alexandra Wimmer: Otto Wagners Jugendstiltheater
Christa Moritz: Das Gesellschaftshaus im Ensemble der Pavillon-Anlage
Soonim Shin: Otto Wagners denkmalgeschütztes Wiener Theater
Das Otto Wagner Areal vereint historische Architektur mit großem Zukunftspotenzial. Ziel ist es, das historische Erbe behutsam zu revitalisieren und gleichzeitig Raum für Innovation und neue Ideen zu schaffen. Die Otto Wagner Areal Revitalisierung GmbH, ein Unternehmen der Wien-Holding-Tochter WSE Wiener Standortentwicklung GmbH, ist für die Sanierung und Adaptierung der denkmalgeschützten Gebäude am Otto Wagner Areal und die Erneuerung der technischen Infrastruktur samt Außenräumen verantwortlich. Ein Meilenstein ist der Einzug der Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien (MUK), die rund 15 Pavillons als Bildungs- und Wohnräume nutzen wird. Damit entsteht ein Campus, der studentisches Leben, Lernen und Wohnen in historischer Umgebung vereint und die Jugendstilpavillons nachhaltig belebt. Neben der MUK werden Pavillons und Flächen durch Zwischennutzungen belebt: "WEST" eröffnet Studios, Ausstellungs- und Veranstaltungsräume, der Kulturverein Kollektiv Kaorle nutzt den Pavillon 21 für gemeinschaftliche Kulturarbeit und im Pavillon 18 entsteht mit dem Atelierhaus Wien ein Kunst- und Kulturstandort. Parallel dazu sind Sanierungsarbeiten im Gange sowie die Vorbereitungen für Geothermie-Bohrungen, um das Areal nachhaltig zu betreiben.









