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Kurier, 3. März 2004, Judith Schmitzberger

Gefangen im grünen Klavier; Oper: "Das Krokodil" im Jugendstiltheater

Iwan Matwejewitsch wird von einem Krokodil verschluckt. Er bleibt unverletzt, kann das Krokodil jedoch nicht verlassen - aus ökonomischen Gründen. Den der Besitzer des Tieres stellt die Beiden als Attraktion aus. Den Berliner Komponisten hat "Das Krokodil", ein Fragment Dostojewskis, zu einer gleichnamigen Oper inspiriert. Die Uraufführung durch das SireneOperntheater ist noch bis 6.März im Jugendstiltheater zu sehen.
Everhartz´ Bearbeitung erweist sich als zeitlos skurrile Darstellung der Gesetze des Marktes. Die Klaviere sind vierhändig, solistisch, flächig oder auch rhythmisch eingesetzt. Auch das Krokodil hat die Form eines Klaviers. Flügel und Pianisten sind auch zentraler Teil des homogenen Bühnenraumes von Jakob Scheid und der pointiert satirischen Inszenierung von Kristine Tornquist. Marino Formenti leitet das engagierte Ensemble klar und transparent.

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