Roberta Cortese

Cortese, Roberta

Sängerin. Performerin. Dramaturgin. Regisseurin.

Geboren in Turin studierte Roberta Cortese dort zunächst Altphilologie, dann Musik und Theaterwissenschaft. Anschliessend studierte sie Operngesang. Dieses Studium brachte sie nach Wien, wo sie als Schauspielerin Ensemblemitglied des Wiener Burgtheaters unter Claus Peymann wurde. Von 1993 bis 2000 spielte sie am Volkstheater, am Grazer Schauspielhaus sowie in der Wiener Freien Szene und arbeitete u.a. mit Einar Schleef, Dimiter Gotscheff, Arie Zinger, Philipp Tiedemann und Michael Scheidl. 2001 kehrte sie nach Italien zurück und trat als Sängerin und Schauspielerin u.a. im Teatro Stabile und Teatro Regio Turin, beim Festival delle Colline, im Teatro Due Parma und in der Freien Szene auf. Sie arbeitete mit Regisseuren wie Davide Livermore, Walter Le Moli, Lorenzo Fontana, mit Musikern wie Andrea Chenna, Marcello Fera, Fabio Biondi und dem Orchestre L’Europe Galante, ausserdem mit der Künstlerin Marzia Migliora und der Autorin Elena Pugliese. Seit 2011 arbeitet sie öfters mit dem Musikerduo Minus&Plus in Musik- oder Filmprojekten vom Studio MyBossWas. Von 2002 bis 2008 war Roberta Cortese Hausdramaturgin des von ihr mitbegründeten CineTeatro Baretti in Turin und fing an, Theatertexte zu schreiben und zu übersetzen. Ihre meistübersetzte Autorin ist Elfriede Jelinek. Sie arbeitete auch als Opern- und später Theaterregisseurin. Von 2009 bis 2015 wirkte sie mit dem von ihr gegründeten Verein Satyrikon, mit dem sie bis 2016 ihre eigenen Projekte realisierte, immer mit einem Fokus auf zeitgenössischer Dramatik und auf spartenübergreifender Ausführung. Seit 2015 lebt sie wieder in Wien, pendelt zwischen Österreich und Italien und ist immer wieder in der Freien Theaterszene von Wien beschäftigt (u.a. sirene Operntheater, Echoraum, Kabinetttheater). Weiterhin arbeitet sie auch an eigenen Projekten.

Roberta Cortese