Dieter Kaufmann

Kaufmann, Dieter

Komponist.

Geboren 1941 in Wien. Komponist, Dirigent und Regisseur. Studierte in Wien Germanistik und Kunstgeschichte an der Univ. sowie Musikerziehung (Abschluss 1964), Violoncello (Lehrbefähigung 1965) und Komposition (bei K. Schiske, G. v. Einem) an der MAkad., außerdem 1967–69 am Conservatoire National Supérieur de Musique Paris Komposition (bei Olivier Messiaen und René Leibowitz, Diplom 1969) und bei der Groupe de Recherches Musicales Elektroakustik (bei François Bayle und Pierre Schaeffer). 1963–67 Chorsänger an der Wiener Staatsoper, der Volksoper Wien und am Theater an der Wien; ab 1966 freier Mitarbeiter beim ORF; 1969 Gründungsmitglied der Groupe International de Musique Electroacoustique de Paris (GIMEP); leitete ab 1970 den Lehrgang (später das Institut) für Elektroakustische Musik an der Wiener MHsch.; 1975 Gründung des Musiktheater-Ensembles K & K Experimentalstudio mit seiner Frau G. König und dem Tontechniker Walter Stangl; 1982–87 Rundfunksendereihe Was soll der Klang in meiner Hand beim ORF; 1976–80 Vizepräsident, 1983–88 Präsident der Österreichischen Sektion der Internationalen Gesellschaft für Neue Musik (IGNM); 1984 Gründungsmitglied und 1988–91 Präsident der Gesellschaft für Elektroakustische Musik; 1983–90 Leiter einer Kompositionsklasse am Kärntner Landeskonservatorium; seit 1990 Prof. für Komposition und Elektroakustik an der Hochschule bzw. Univ. für Musik und darstellende Kunst Wien; seit 1992 Vorstandsmitglied der Austro Mechana. Sein Werk zeigt ein besonderes Interesse für gesellschaftliche Probleme (Studentenrevolution, Frauenbild, Verhältnis des Einzelnen zur Gesellschaft).

Dieter Kaufmann