Thomas Stempkowski

Stempkowski, Thomas

© Markus Mue

Kontrabassist.

Thomas Stempkowski lebte und arbeitete als Kontrabassist und Komponist in Wien und war Veranstalter der monatlichen Konzertreihe „QUANTEN – Kammer für Musik“.
Erst nach dem Erlernen und mehrjährigen Ausüben zweier Berufe (Hochbautechniker und Möbeltischler) wandte sich Thomas Stempkowski dem Kontrabass zu. Die Musik gewann nach ersten Unterweisungen durch Angus „Bangus“ Thomas einen immer größeren Stellenwert in seinem Leben, sodass er schliesslich bei Harald Putz und Uli Langthaler Jazzbass am Konservatorium der Stadt Wien (heute Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien) studierte.
1998–2004 Konzertfachdiplom Jazz an der Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien (H. Putz, U. Langthaler)
2004–2009 Bachelor of Arts Konzertfach Kontrabass an der Konservatorium Wien Privatuniversität (A. Ackerman, H. Mayr)
2007–2010 Master of Arts Konzertfach Jazz an der Anton Bruckner Privatuniversität (P.Herbert), Meisterkurse bei Prof. Johannes Auersperg und Tim Dunin
Okt. 2016 – März 2017 Karenz-Professur am Landeskonservatorium Klagenfurt für Jazz-Bass und Pädagogik

Aufgrund reger Tätigkeit als Musiker bewegte sich Thomas Stempkowski mühelos zwischen den verschiedenen Genres hin und her. Die daraus entstandene Sehnsucht nach einer Musik frei von Kategorisierungen suchte und lebte er in seinen eigenen Projekten. Diese Suche bündelte sich in der Freien Musik. Er komponierte und spielte für diverse Theater–, Film– und Kabarettproduktionen, leitete eigene Projekte in Bereichen wie Neue und Freie Musik, Jazz und Elektronik/Akusmatik.
Auftritte u. a. mit Cremerata Baltica (Lockenhaus), Hugo Wolf Quartett (Lockenhaus), Facil Say, Clark Terry, Harold Jones, Robert Opratko, Lou Grassi, Donald Robinson, Wolfgang Reisinger, Franz Hautzinger, Susanna Gartmayer, Marco Eneidi, Agnes Heginger, Michael Fischer, Vienna Improvisers Orchestra, Ingrid Oberkanins, Simon Frick, Judith Reiter, Vasile Marian, Thomas Berghammer. Diverse freie Orchester und Kammermusik im Raum Wien.
Seit 2009 war Thomas Stempkowski Substitut für das Bühnenorchester der Wiener Staatsoper und der Volksoper Wien (z.B.: P. Hindemith „Cardillac“ Premiere 17.10.2010, W.A.Mozart „Don Giovanni“ Premiere 14.11.2015, P.Eötvös „Tri Sestri“ Premiere 06.03.2016).
Seit Jänner 2012 veranstaltete er die monatliche Konzertreihe „QUANTEN – Kammer für Musik“, welche in weiterer Folge als Interessensgemeinschaft und Plattform für zeitgenössisches Musizieren agiert: von komponiert bis improvisiert und zurück… Bisherige Gastmusiker u. a. Karl Sayer, Alessandro Vicard, Thomas Berghammer, Jean–Christophe Mastnak, Susanna Gartmayer, Judith Reiter, Franz Hautzinger, Maria Frodl, Simon Frick, Karl Ritter, Andrej Prozorov, Andreas Schreiber, Peter Herbert, Agnes Heginger, Wolfgang Reisinger, Ingrid Oberkanins, Michael Fischer, Meaghan Burke, Burkhard Stangl, Katharina Ernst, Didi Kern, Igor Gross, Bernadette Zeilinger, Werner Zangerle, Jakob Gnigler, Arnold Noid Haberl, Máté Pozsár, Melissa Coleman, Pia Palme, Thomas Lehn, u.v.m.

Thomas Stempkowski ist am 12. Juni 2021 in Wien gestorben.

Thomas Stempkowski