Paul Schweinester

Schweinester, Paul

Tenor.

Der österreichische Tenor Paul Schweinester beginnt die Saison 2019/20 mit der Neuproduktion von Das Gespenst von Canterville an der Wiener Volksoper. Danach singt er den Ersten Juden in der Neuproduktion von Salome (Habjahn/Hussein) am Theater an der Wien. Mit der Bayerischen Staatsoper München gastiert er als Brighella in Strauss‘ Ariadne auf Naxos in Hongkong. In der Neuproduktion von Beethovens Fidelio übernimmt er unter der Leitung von Kirill Petrenko die Partie des Jacquino im Festspielhaus Baden-Baden sowie bei konzertanten Aufführungen der Oper in der Berliner Philharmonie. In dieser Rolle wird er auch zu konzertanten Fidelio-Aufführungen unter der Leitung von Simone Young in Paris erwartet. Die Münchner Symphoniker haben Paul Schweinester für Orffs Carmina Burana verpflichtet.
In der Saison 2018/19 übernahm der Tenor die Partie des Gilles de Rais in der Uraufführung der Kammeroper Jeanne & Gilles durch das sirene Operntheater Wien. Die Oper Köln hatte den Künstler für die Neuproduktion des Weißen Rössl als Dr. Siedler verpflichtet. Auf Einladung von Rolando Villazon übernahm Paul Schweinester die Tenorpartien in Bastien und Bastienne und im Schauspieldirektor sowie in den Aufführungen der Waisenhaus-Messe bei der Mozartwoche Salzburg. Der Grafenegger Frühling präsentierte den Tenor mit den Arien in Bachs Matthäus-Passion. Im Sommer kehrte Paul Schweinester zu den Bregenzer Festspielen zurück und war hier im Rigoletto sowie in Massenets Don Quichotte zu erleben.
Mit dem Adam im Vogelhändler bei den Seefestspielen Mörbisch 2017 konnte Paul Schweinester einen großen persönlichen Erfolg verbuchen. Schon zuvor war er für seine Leistung als Toni Reischmann in Henzes Elegie für junge Liebende am Theater an der Wien von Publikum und Presse gefeiert worden. Zu seinen Verpflichtungen der Saison 2017/18 zählten Konzerte mit der Bachakademie Stuttgart, Haydns Schöpfung im Palace of Arts in Budapest unter der Leitung von Adam Fischer, eine Tournee mit der Matthäus-Passion mit Marc Minkowski und den Musiciens du Louvre, sein Rollendebüt als Edwin in der Csardasfürstin am Theater Bozen sowie unter der Leitung von Yannick Nézet-Séguin der Monostatos in konzertanten Aufführungen der Zauberflöte im Festspielhaus Baden-Baden.
Nach seinem erfolgreichen Debüt am Royal Opera House Covent Garden kehrte Paul Schweinester zu Beginn der Saison 2015/16 in Ariadne auf Naxos als Brighella zurück und gastierte erneut als Basilio in Le Nozze di Figaro bei den Salzburger Festspielen. Er debütierte an der Opéra National de Montpellier und sang erneut bei den Bregenzer Festspielen in Faccios Amleto und Mozarts Bastien und Bastienne. In Händels Susannah war er im Wiener Musikverein und in Madrid zu hören. Bei der Schubertiade Hohenems debütierte er mit einem Quartett-Abend neben Annette Dasch, Michaela Schuster und Michael Nagy.
Im September 2014 erfolgte sein Debüt bei den Haydn-Festspielen in Eisenstadt mit Haydns Jahreszeiten. Danach debütierte er an der Opéra National de Paris als Pedrillo in der Neuproduktion der Entführung aus dem Serail unter der Leitung von Philippe Jordan sowie in Zimmermanns Soldaten an der Mailänder Scala. Konzerte und Liederabende führten ihn zum NDR Hamburg, zur Wiener Jeunesse Musicale, nach Innsbruck sowie zum Festival Bogotá. Im Sommer übernahm er bei den Salzburger Festspielen 2015 den Basilio in Nozze di Figaro unter der Leitung von Dan Ettinger.
Nach der Uraufführung der Cerha-Oper Onkel Präsident am Münchner Prinzregententheater, sang Paul Schweinester auch die Uraufführung der Oper Der Flaschengeist von Hiller in München. Zuvor debütierte er beim Orchestre des Pays de la Loire in Mozarts Messe in c-Moll und kehrte mit ausgewählten Bach-Kantaten in das Wiener Konzerthaus zurück. Im Juni 2014 gab der Tenor unter der Leitung von Antonio Pappano sein Debüt am Royal Opera House Covent Garden London als Brighella in Ariadne auf Naxos. Direkt im Anschluss sang er an der Seite von Rolando Villazon und Diana Damrau den Pedrillo in konzertanten Aufführungen der Entführung aus dem Serail, die unter der Leitung von Yannick Nézét-Séguin von DG mitgeschnitten werden. Im August debütierte er in einer konzertanten Aufführung von Mozarts Der Schauspieldirektor bei den Bregenzer Festspielen.
Paul Schweinester wurde in Innsbruck geboren und war Sopransolist der Wiltener Sängerknaben. 2009 schloss er sein Diplomstudium im Konzertfach Gesang an der Universität für Musik und Darstellende Kunst in Wien mit Auszeichnung ab und setzte sein Studium am Conservatorio Santa Cecilia in Rom fort. Als Mitglied des YSP der Salzburger Festspiele 2012 konnte Paul Schweinester mit Dirigenten wie Daniele Gatti und Ingo Metzmacher zusammenarbeiten. Von 2009/10-2012/13 gehörte er zum festen Ensemble der Wiener Volksoper.

Paul Schweinester