Harrer, Gudrun Haselberger, Ingrid Haselböck, Lukas Hassler, Vesna Hattinger, Wolfgang Hattler, Tamara Hauf, Anna Clare Heegmann, Gebhard Heidrich, Werner Heilbron, Jonathan Heindl, Christian Heinrich, Gernot Hellweger, Andreas Helm, Richard Herfert, Dieter Herget, Raoul Herrnböck, Julia Hesse, Elke Hiesböck, Barbara Hiller, Katrin Hiller-Bruckmann, Christiane Hilmar, Merike Hirschbichler, Patricia Hirschmann, Edwin Hjörleifsson, Sven Höchtel, Bernhard Hofbauer, Joe Hofer, Christoph Hoffmann, Max Hofinger, Alois

Lukas Haselböck

Haselböck, Lukas

Bariton und Komponist.

Lukas Haselböck wurde 1972 in Wien geboren und studierte Musikwissenschaft, Komposition und IGP Gesang in Wien. 1995 Diplomarbeit: Prozeß und Kontrastdenken in den Streichquartetten Regers und Hindemiths. 1997 Dissertation: Analytische Untersuchungen zur Motivischen Logik bei Max Reger (Wiesbaden 2000, Breitkopf & Härtel, später übernommen von Carus, Stuttgart). 1999 Kompositionsdiplom (Mag. art.) mit Auszeichnung. Seit 2000 ist er als Assistenzprofessor am Institut für Analyse, Geschichte und Theorie der Musik der Universität für Musik und Darstellende Kunst in Wien tätig. Er hielt zahlreiche Vorträge, organisierte Symposien und publizierte Schriften vor allem über die Musik des 19. und 20. Jahrhunderts (Bücher über Zwölftonmusik und Gérard Grisey sowie - als Herausgeber - über Friedrich Cerha und zum Thema Klangfarbe). Als Komponist schrieb Haselböck instrumentale und vokale Kammermusik, mehrere Solokonzerte sowie Kurzopern, die von MusikerInnen wie Karin Adam, Ernesto Molinari und Ernst Kovacic aufgeführt wurden. Er erhielt Aufträge u.a. vom Ensemble die reihe, sirene operntheater, Hugo Wolf Quartett und der Alban Berg Stiftung. 2007–08 hielt er eine Gastprofessur für Musiktheorie an der Kunstuniversität Graz. Seit 2010 organisiert Haselböck die Wiener Neue-Musik-Konzertreihe cercle.

Diverse Buchpublikationen (u.a. über Zwölftonmusik, Friedrich Cerha, Gérard Grisey), als Komponist Aufführungen im In- und Ausland und diverse Auftragswerke (u.a. 2008 sirene operntheater und ensemble die reihe), Preise und Stipendien. Als Sänger Mitwirkung bei Aufführungen des Arnold-Schönberg-Chors, Concentus Vocalis, Hugo-Distler-Chors, Wiener Singvereins u.a., Tätigkeit als Ensemblesänger und Solist.

Werkverzeichnis (Auszüge)
* Burleske für Fagott und Klavier (1991)
* Zwei Lieder für Sopran und Klavier nach Gedichten von Georg Trakl (1992)
* Streichquartett in drei Sätzen (1994)
* Sechs Lieder für Mezzosopran und Klavier nach Gedichten von Rilke (1996)
* Zwei Stücke für Violoncello und Klavier (1997)
* Zwei Lieder für Mezzosopran und Klavier nach Gedichten von Rilke (1997)
* Metamorphosen für Violine und Orchester (1997/98)
* Variationen für Klarinette solo (1998)
* animato – calmo für Klarinette, Violine, Violoncello und Klavier (1998)
* 13 Miniaturen nach Giuseppe Ungaretti für tiefe Stimme, Bassklarinette und Klavier (1998)
* Schatten für Bassklarinette, Schlagzeug und Akkordeon (1999)
* Drei Miniaturen für Streichquartett (1999)
* mobile für Bläserquintett (1999)
* Cantus für Violoncello und Klavier (1999)
* Movimento für Orgel (2000)
* Sequenzen für zwei Klaviere (2000)
* Sonate für Violine und Klavier (2000)
* Kantate für Sopran, Tenor, Bass und sechs Instrumente nach Gedichten von Thomas Bernhard und Andreas Gryphius (2001)
* Einstellungen für Klarinette, Oboe und Fagott (2004)
* Aquarell für Klavier (2005)
* … jenes Licht … nach Paul Celan und Nelly Sachs für Sprechstimme, Flöte, Englischhorn und Klavier (2005–06)
* Sonate für Klavier (2006)
* L’inesprimibile nulla. Zyklus nach Giuseppe Ungaretti für Sopran, Flöte, (Bass-) Klarinette, Harfe, Violine und Violoncello (2007)
* Der Maler Brabanzio. Operneinakter nach Leo Perutz (2008, Auftragswerk sirene operntheater)
* Concerto da camera für Kammerorchester (2008/09, Auftragswerk des Ensembles die reihe)
* Wiener Blut. Schräge Chansons nach Manfred Chobot, Nikolaus Dominik, Rudolf Kraus und Matthias Politycki für Mezzosopran, Violine und Violoncello (2009)
* vor dem verschwinden nach Texten von Andrea Heuser für Bassstimme, Sopransaxophon und Klavier (2009/10). Erstfassung. UA 29.1.2010, Alte Schmiede Wien; Lukas Haselböck (Bass), Markus Holzer (Saxophon), Gernot Schedlberger (Klavier)
* vor dem verschwinden nach Texten von Andrea Heuser für Bassstimme solo (2010). UA 14.6.2010, Off-Theater Wien

Lukas Haselböck