Belakowitsch, Erwin Bennent, Anne Bergmann, Rupert Bernhart, Toni Bisovsky, Herbert Blake, Claire Blimlinger, Eva Blochberger, Lutz Blumenschein, Isabel Bock, Michael Böhm, Birgit Bomze, Immanuel Bönsch, Annemarie Braun, Barbara Braun, Ulu Braun, Ursula Breisach, Maud Brenneis, Bettina Brodacz, Anna Bruckmeier, Stephan Bruckschwaiger, Karl Brunner, Reinhold Brunnhuber, Rudolf Bukareva, Boriana Bulut, Özlem Bürcher, Eleonore Buresch, Wolfgang Burghofer, Gudrun Burgstaller, Hannes Burkert, Cornelius

Rupert Bergmann

Bergmann, Rupert

Bassbariton.

Rupert Bergmann studierte an der Universität für Musik in Graz (u.a. bei Annemarie Zeller und Roberta Knie) und ergänzte seine Studien bei KS Wicus Slabbert und KS Walter Berry in Wien. Er debütierte 1990 am Opernhaus Graz, arbeitet seitdem regelmäßig an verschiedenen Theatern und Festivals in Österreich (Volksoper, Theater an der Wien, Kammeroper, Neue Oper Wien, Seefestspiele Mörbisch, Leharfestival Bad Ischl u.a.) und hatte zahlreiche weitere Auftritte in verschiedenen Ländern Europas, Nord- und Südamerikas und in Japan.
Sein Repertoire umfaßt über 70 Rollen im Deutschen Fach (Besenbinder, Kaspar, Kurwenal), in der Operette (u.a. Frank, Zsupan, Ollendorf, Zeta, Baron Weps) und im Musiktheater des 20.Jahrhunderts (u.a. die Titelrollen in Wozzeck, Punch and Judy, Mr.Emmet Takes a Walk, Moses/“Mahagonny“). Er wirkte bei zahlreichen Uraufführungen mit u.a. in „I Hate Mozart“, „Die Bessesenen“ und „Strom“ in Wien und in „Kommander Kobayashi 3“ in Berlin.
Im Herbst 2011 produzierte er mit seinem Verein MuPATh – music art performance theater – zusammen mit dem Theater an der Wien/Wiener Kammeroper den Mini-Mono-Opernzyklus „Vogel Herzog Idiot“, der aus drei für ihn geschriebenen Werken von Karmella Tsepkolenko, Samu Gryllus und Johanna Doderer besteht.
Seit 1993 verbindet ihn eine enge künstlerische Zusammenarbeit mit dem Musiktheater ARBOS, bei der die Werke von Viktor Ullmann (u.a. „Der Kaiser von Atlantis“, „Cornet“-Melodram“) im Zentrum stehen, die bei verschiedenen Festvials zur Aufführung kamen (u.a. in Klagenfurt, Wien, Dresden, Prag, Stockholm, Montreal, WashingtonDC und aktuell 2016 in St.Petersburg)
Seit 1997 ist Rupert Bergmann regelmäßig Gast beim Festival 2days2nights of new music in Odessa, Ukraine, wo er im April 2016 u.a. Arnold Schönberg's op.46 „A Survivor from Warsaw“ aufführte, weitere Aufftritte in der Ukraine führten ihn nach Kiew (Kiew Music Fest), Donetsk (Donbass Festival 2013) und Lemberg (Festival Kontraste), wohin er 2017 zurückkehren wird.
Operette und Musical bilden - neben dem zeitgenössischen Musiktheater - den zweiten Arbeitsschwerpunkt von Rupert Bergmann: 2001 debürtierte er als Weps im „Vogelhändler“ an der Volksoper Wien, wo er auch als Ollendorf in „Bettelstudent“ auftrat. Er war der Frank/“Fledermaus“ in Produktionen der Wiener Kammeroper (ab 1999), sowie des Teatro Municipal von Santiago de Chile (2007) und des New National Theaters Tokyo (2009 und 2011). Seit 2005 war er regelmäßig beim Leharfestival Bad Ischl zu Gast  (u.a. als Ollendorf, Zsupán, Weps und Lindoberer), ebenso wie bei den Schlossfestspielen Langenlois und dem Musiktheater Liechtenstein Balzers. 2012 trat er in einer konzertanten Aufführung von „Giuditta“ unter Ulf Schirmer im Prinzregententheater in München auf.
Seit 2013 ist er bei den Seefestspielen Mörbisch zu Gast, wohin er auch 2017 zurückkehren wird. 2014 war er dort der Tevje in „Anatevka“, der zu seinem Karrierehöhepunkt und seiner „Lebensrolle“ wurde, mit dieser war er auch an der Seite von Timna Brauer als Golde 2015 bei den Vereinigten Bühnen Bozen zu sehen.
Darüber hinaus präsentiert er regelmäßig Lied- und Konzertprogramme mit klassischem und zeitgenössischem Repertoire, in den letzten Jahren vor allem in Nordamerika (Boston, New York, Washington DC, Montreal) u.a. „High Strings – Deep Voice“  und „Made in Austria“ mit seiner Schwester und Geigerin Katharina Radlberger, und „Bassbariton trifft Bassklarinette“ (Projekt INÖK in Wien). Im März 2017 wird er bei der Bühne Baden sein neues Programm „Flucht und Heimkehr“ mit dem Akkordeonisten Alfred Melichar präsentieren, das jüdischen Komponisten gewidmet  ist.
Rupert Bergmann ist auf mehreren CD-Aufnahmen zu hören, u.a.: „Der Kaiser von Atlantis“ (1994)„I Hate Mozart“ (Wien 2006), „Frasquita“ (Bad Ischl 2007), „Fideler Bauer“ (Bad Ischl 2010), „Die Besessenen“ (Wien 2010), „Giuditta“ (München 2012).
Mit dem sirene Operntheater verbindet Rupert Bergmann eine langjährige Zusammenarbeit: nach den Uraufführungen von „Krokodil“ (2004), „Prinz, Held und Füchsin“ (2008), dem Auftritt in fünf von neun Kurzopern im Zyklus „Nachts“ (2009) und im Zyklus  „Alf leila wa leila“ (2011) wirkt er in „Hospital“ (2016) das fünfte Mal bei einem Projekt von sirene Operntheater mit.

Rupert Bergmann / facebook