Eisenbacher, Eva

Bildende Künstlerin und Designerin.

Eva Eisenbacher ist eine in Wien tätige bildende Künstlerin mit Schwerpunkt auf Design und Metallverarbeitung, die im Umfeld des Kulturzentrums WUK arbeitet und dort die Werkstatt für Produktgestaltung mitgestaltet.

In ihrer Arbeit verbindet sie handwerkliche Präzision mit einem klaren, oft reduzierten Formenvokabular und entwickelt Objekte, die sowohl im Kunstkontext als auch in angewandten Zusammenhängen – etwa auf Theaterbühnen oder in räumlichen Installationen – eingesetzt werden. Viele ihrer Objekte entstehen im Austausch mit anderen Kunstschaffenden im WUK, wo die Werkstätten als Experimentierfeld für interdisziplinäre Projekte dienen und Kooperationen zwischen verschiedenen Gewerken wie Holz-, Textil- oder Buchgestaltung angeregt werden.

Ein prägendes Beispiel für diesen kollaborativen Ansatz ist ihre Mitarbeit an Projekten des Objektkünstlers Karl-Heinz Ströhle, für den sie etwa die Metallverarbeitung übernimmt und Konstruktionen entwickelt, die Bewegung, Material und Raum auf besondere Weise verbinden. Hinter, neben und vor ihr entstehen in der Werkstatt für Produktgestaltung Konstruktionen und Werke, die für Installationen gedacht sind oder auf Theaterbühnen zum Einsatz kommen, wobei Eisenbachers Arbeiten den Geist der „Selbermachen“-Bewegung im WUK fortführen, der seit den 1980er-Jahren Produktionsräume für innovative künstlerisch-handwerkliche Projekte fordert.

Als Teil der Produktgestaltung im WUK ist sie in einer selbstverwalteten Struktur eingebunden, in der Künstlerinnen und Künstler ihre Ideen eigenständig verwirklichen und zugleich auf kurzen Wegen mit anderen Werkstätten kooperieren können; die Werkstatt wird nach außen als Anlaufstelle für bildende Künstlerinnen mit Schwerpunkt Design und Metallverarbeitung kommuniziert, Eva Eisenbacher ist dabei zentrale Kontaktperson. Neben ihrer Arbeit an Objekten und Installationen ist sie mitunter auch in performativen und musikalischen Zusammenhängen präsent, etwa bei Formaten wie „DJ Toasting“ im WUK-Projektraum, was zeigt, dass ihre künstlerische Praxis sich nicht strikt auf ein Medium begrenzt, sondern offen für unterschiedliche Ausdrucksformen bleibt.

Eva Eisenbacher