Herbert Ohrlinger
© Heribert Corn / Zsolnay
Verleger.
Herbert Ohrlinger, geboren 1961 im oberösterreichischen Ohlsdorf, ist ein österreichischer Verleger, Lektor und Publizist. Nach seiner Schulzeit absolvierte er ein Studium der Geschichte in Salzburg. Seine berufliche Laufbahn im Literaturbetrieb begann er in den frühen 1990er-Jahren: Zwischen 1991 und 1996 arbeitete Ohrlinger als Lektor beim traditionsreichen Otto Müller Verlag in Salzburg. Parallel dazu gestaltete er das literarische Geschehen im Land aktiv mit, unter anderem als Redakteur der angesehenen Kultur- und Literaturzeitschrift Literatur und Kritik sowie als Redakteur für die Wochenendbeilage „Spectrum“ der überregionalen Tageszeitung Die Presse.
Der entscheidende Wendepunkt in seiner Karriere folgte im Jahr 1996, als er zum Wiener Paul Zsolnay Verlag wechselte. Dort übernahm er zunächst die Position des Programmleiters und stieg im weiteren Verlauf zum Verlagsleiter auf. Unter seiner jahrzehntelangen Führung, die durch Kontinuität und literarisches Gespür geprägt ist, behauptete sich der Zsolnay-Verlag als eine der wichtigsten Adressen für anspruchsvolle Belletristik im deutschsprachigen Raum. Ohrlinger lenkte den Verlag durch bedeutende Meilensteine, wie das 100-jährige Verlagsjubiläum im Jahr 2024, und kündigte für das Jahr 2027 die Übergabe der Verlagsleitung an seine Nachfolgerin Bettina Wörgötter an. Neben seiner verlegerischen Tätigkeit tritt er gelegentlich als Herausgeber und Autor hervor; so publizierte er unter anderem Dokumente zur Verlagsgeschichte sowie den Band Grenzgänge. Der Schriftsteller Karl-Markus Gauß.
























